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Milliardenübernahmen: Die größten Deals der Telekomanbieter

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Mobilfunk Telefónica stockt Angebot für E-Plus auf

Die O2-Mutter Telefonica hat ihr Angebot für E-Plus auf 8,55 Milliarden Euro erhöht. Damit gelang es dem Konzern offenbar, den Widerstand des KPN-Großaktionärs Carlos Slim zu brechen.

Madrid - "Als Ergebnis des verbesserten Angebots hat America Movil sich unwiderruflich verpflichtet, auf der außerordentlichen Hauptversammlung von KPN für den geplanten Verkauf von E-Plus zu stimmen", teilte KPN am Montag mit. Slims Konzern America Movil gehören knapp 30 Prozent der KPN-Titel. Nicht nur deshalb ist seine Zustimmung so wichtig.

Auch hat Slim Interesse angemeldet, KPN komplett zu schlucken. Sollten die Aktionäre den E-Plus-Deal nun durchwinken, bliebe zudem eine weitere wichtige Hürde: das Bundeskartellamt will die Prüfung der Übernahme an sich ziehen und gründlich unter die Lupe nehmen.

KPN soll nun 20,5 Prozent statt wie bisher geplant 17,6 Prozent an dem fusionierten Mobilfunkkonzern halten. Telefonica Deutschland erhält nach eigenen Angaben jedoch auch eine Call-Option und kann bis zu 2,9 Prozent zu einem Preis von bis zu 510 Millionen Euro erwerben. Slim hatte die ursprünglich gebotenen gut acht Milliarden Euro für E-Plus für zu niedrig erachtet und drohte die Pläne zu durchkreuzen.

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Am 2. Oktober sollen die KPN-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über das vorgeschlagene Zusammengehen der Nummer drei und der Nummer vier auf dem deutschen Mobilfunkmarkt entscheiden. Abstimmen dürfen dann aber nur Anteilseigner, die am 4. September KPN-Titel halten. Der baldige Termin ist mit Absicht gewählt, da Slim bis dahin die KPN-Übernahme nicht abschließen kann.

la/reuters
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