Freitag, 18. Oktober 2019

Zukauf geplatzt Facebook lässt die Finger von Navi-App Waze

Facebook-Startseite auf Mobiltelefon: Mit Waze wollte Facebook eine Art soziales Netzwerk für Autofahrer zukaufen - doch die Übernahmepläne sind geplatzt

Aus der teuersten Straßenkarte der Welt wird nun doch nichts: Das Online-Netzwerk Facebook hat die Übernahme des israelischen Kartendiensts Waze abgeblasen. Eine Milliarde Dollar soll Facebook geboten haben - am Ende scheiterte der Deal wohl an einer Ortsfrage.

New York - Die Gespräche über den milliardenschweren Kauf der Navigations-App Waze durch Facebook sind laut einem Medienbericht geplatzt. Ein Streitpunkt sei gewesen, ob große Teile des Waze-Teams von Israel in die kalifornische Facebook-Zentrale umziehen müssten, berichtete das Blog "All Things D" heute.

Vor gut zwei Wochen hatte es in mehreren Medienberichten geheißen, das weltgrößte Online-Netzwerk wolle Waze für bis zu eine Milliarde Dollar kaufen. Damit wäre das der bisher größte Zukauf von Facebook Börsen-Chart zeigen geworden. Auch Google Börsen-Chart zeigen soll interessiert sein. Die Unternehmen kommentierten die Berichte nicht. Apple Börsen-Chart zeigen -Chef Tim Cook sagte bei einem Auftritt in der Nacht zum Mittwoch, sein Unternehmen habe kein Gebot für Waze abgegeben.

Das besondere an Waze ist, dass Routenanweisungen auch auf Basis von Informationen der Nutzer erstellt werden. Der Dienst funktioniert zugleich wie eine Art Online-Netzwerk für Autofahrer. Sie informieren sich untereinander über Staus, Unfälle oder Radarfallen. Das Start-Up, das in Israel gegründet wurde und den offiziellen Sitz inzwischen nach Kalifornien verlagerte, hat nach bisherigen Informationen 40 bis 50 Millionen Nutzer.

Nach bisherigen Medienberichten hatte Waze Angebote von mehreren Seiten eingeholt. Zugleich könne das Start-up sich stattdessen aber auch neues Geld bei Investoren besorgen und unabhängig bleiben, hatte es geheißen.

wed/dpa

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