Sonntag, 20. Oktober 2019

Fünf Szenarien bis 2035 Wie 3D-Drucker ganze Branchen verändern können

5. Teil: 2025: Häuslebauer dank 3D-Drucker

Gitternetzstruktur: Denkbar sind neuartige Ziegelsteine mit Hohlräumen, die für besonders gute Wärmedämmung sorgen sollen
Indien im Jahr 2025 - Eine junge Inderin in Indiens Metropole Mumbai baut sich ihr eigenes kleines Haus aus Bausteinen, die ein indischer Dienstleister mit seinem 3D-Drucker für sie hergestellt hat. Bestellt hat sie die neuartigen Ziegelsteine via Internet, die Vorlagen dafür lagen auf einem Server eines großen Cloud-Computing-Anbieters.

Nachdem Kamala Srivastava die Bauteile abgeholt hat, steckt sie diese in wenigen Tagen zu einem vollständigen Haus zusammen - wie Lego für Erwachsene. Auch in Russland profitiert die Bevölkerung von der neuen Art des Hausbaus. Die leichten Ziegel aus dem 3D-Drucker enthalten speziell geformte Hohlräume, die besonders wärmeisolierend wirken. Das senkt die Heizkosten. Billiger als herkömmliche Ziegelsteine sind die Bauteile obendrein.

Bereits heute experimentiert der deutsche 3D-Druckerhersteller EOS mit solchen neuen Baumaterialien. Im 3D-Drucker erzeugte Gitternetzstrukturen (im Bild) sparen Material und Gewicht. Noch ist der Druck solcher Bauteile allerdings viel zu teuer für den Massenmarkt.

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