Sonntag, 15. Dezember 2019

Fünf Szenarien bis 2035 Wie 3D-Drucker ganze Branchen verändern können

3. Teil: 2016: Mit gedruckten Werkzeugen zum Marktführer

Modellzeichnung für die Herstellung einer neuen Stanzform für Plastikbecher: Die Kühlelemente sind direkt in der Form integriert
USA im Jahr 2016 - Mit einer cleveren Strategie stößt ein Start-Up die bisherigen Marktführer bei der Produktion von Plastikbechern vom Thron. Seine Becher erzeugt das Start-Up mit einem Werkzeug, das direkt aus dem 3D-Drucker kommt. Der Vorteil dabei: In die Metallform aus dem Drucker hat das Unternehmen Kühlspiralen integiert, die das flüssige Plastik bereits während der Verarbeitung aushärten lassen. Mit herkömmlichen Produktionsverfahren für das Stanzwerkzeug wäre es schlicht unmöglich gewesen, die Kühlkanäle so nah an die Oberfläche des Werkzeugs heranzuführen.

Durch die Kühlung bereits beim Plastikgießen lassen sich die Plastikbecher doppelt so schnell erzeugen wie mit bisherigen Produktionsverfahren. Die Energiekosten sinken ebenfalls. Mit seiner neuen Produktionsmethode wurde das Unternehmen in nur drei Jahren zum Marktführer.

Klingt unglaublich? Tatsächlich arbeiten Ingenieure schon heute an solchen gedruckten Werkzeugen (siehe Bild). Erste Versuche mit den optimierten Stanzvorlagen laufen bereits.

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