Sonntag, 20. Oktober 2019

Fünf Szenarien bis 2035 Wie 3D-Drucker ganze Branchen verändern können

2. Teil: 2014: Sesselunikate für jedermann

Im 3D-Drucker hergestellte Goldanhänger: Moderne Drucker können auch filigrane Formen herstellen
Berlin im kommenden Jahr - Für die Website createyourown.com entwirft ein schwedischer Designer per Computer eine neue Sesselform entworfen, eine japanische Künstlerin steuert ein neues Muster bei. Ein deutscher Ingenieur hat noch ein paar Vorschläge gemacht, wie sich der Sitzkomfort der Sesselkreation erhöhen ließe.

Paul, einem Jungarchitekten aus Berlin, sagt die Kreation zu. Per Mausklick bestellt er den Sessel auf der Internetplattform. Zwei Tage später steht der individuelle Designersessel in seinem Wohnzimmer.

Das klingt futuristisch, ist aber nicht weit von der Realität entfernt. Bereits heute gibt es Websites, auf denen Nutzer kleinere 3D-Drucke bestellen können - etwa auf shapeways.com. Auch filigraner Metallschmuck lässt sich bereits in Druckern herstellen (siehe Bild). Produktionsexperte Baader hält es für realistisch, dass in wenigen Jahren etwa Produzenten von hochwertigem Kinderspielzeug Plastikteile nicht mehr in Billiglohnländern gießen lassen - sondern lieber in Deutschland drucken. Zwar sei die Herstellung teurer, doch der hohe Logistikaufwand für die Produktion fernab der Märkte falle dann weg. Noch rechnet sich das allerdings nicht.

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