Mittwoch, 26. Juni 2019

Interne soziale Netzwerke Wie Facebook ohne Katzen

Soziale Netzwerke: Unternehmen wie die Allianz setzen auf eigene Systeme für ihre Mitarbeiter

Interne soziale Netzwerke sollen die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verbessern und für mehr Produktivität sorgen. Konzerne wie die Allianz wollen so den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter verändern.

Hamburg - Egal ob Jogging-Partner oder Anschluss an eine Radgruppe - wenn Mitarbeiter der Allianz Gleichgesinnte suchen, müssen sie nicht mehr bei Facebook stöbern. Seit wenigen Monaten setzt die Allianz auf ein unternehmensinternes soziales Netwerk, das "Allianz Social Network" (ASN). Darin sollen sich die Mitarbeiter vernetzen und ihr Wissen miteinander austauschen: Zwar geht es vorrangig beim ASN um arbeitsbezogene Dinge.

Doch längst haben sich auch andere Gruppen gebildet, die nicht direkt etwas mit der Arbeit zu tun haben. "Eine Katzengruppe gibt es noch nicht, wäre aber auch kein Problem", sagt Michael Wegscheider, Projektleiter bei der Allianz Börsen-Chart zeigen. Einschreiten würde er nur, wenn es zu abseitig würde. "Natürlich ist die Arbeitszogenheit wichtig", sagt Wegscheider.

Die Allianz will so zum Vorreiter werden. Noch setzen nicht viele deutsche Firmen auf interne soziale Netzwerke: "Die Zahl solcher Unternehmen ist noch recht überschaubar", sagt Karel Dörner, Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey.

Volle Kontrolle über Daten

Amerikanische Unternehmen seien in diesem Bereich deutlich weiter. "Die Trennung zwischen Privatem und Beruflichen ist dort fließender als in Deutschland", sagt der Social-Media Experte. Außerdem sei die Affinität zu neuen Technologien stärker ausgeprägt. Viele deutsche Unternehmen hätten aber erkannt, welche Chancen solche Systeme bieten würden.

Tatsächlich liegen die Vorteile auf der Hand: Informationen sind leichter auffindbar, Ansprechpartner zu speziellen Themen schnell zu kontaktieren, wenn die Mitarbeiter miteinander vernetzt sind. So wird auch die Koordination großer Gruppen leichter.

Zugleich behalten die Unternehmen bei der Kommunikation in internen Netzwerken die Kontrolle darüber, was mit den Daten geschieht, die Teilnehmer miteinander austauschen. Schließlich sind Mitarbeiter, die sensible Informationen oder gar interne Dokumente über Facebook Börsen-Chart zeigen, Xing Börsen-Chart zeigen und Co. austauschen, ein Alptraum für so gut wie jedes Unternehmen.

In der Regel basieren die firmeneigenen Netzwerke auf Softwarelösungen wie Chatter von Salesforce, Jive oder Yammer, das seit einem Jahr zu Microsoft Börsen-Chart zeigengehört. Ähnliche Dienste bieten das deutsche Unternehmen Cummunote oder die russische Firma Bitrix an. Kunden haben meist die Wahl, ob sie die Dienste in der Cloud nutzen oder eine Lizenz erwerben wollen, um das Netzwerk auf eigenen Servern betreiben zu können.

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