Sonntag, 15. September 2019

Evernote, Dropbox & Co. Die Krux mit der Kiste

Cloud-Dienste: Praktische Helfer im Netz
Dropbox

Sie sind praktisch, überall verfügbar und unschlagbar günstig - Datenspeicher wie Dropbox, Evernote oder Google Drive sind für viele aus dem Berufsalltag kaum noch wegzudenken. Die damit verbundenen Gefahren werden von den Nutzern aber oft übersehen.

Hamburg - Der Gau ereilte Evernote-Chef Phil Libin Anfang März 2013. Die Reaktion kam schnell und klar: Per Blog informierte der Cloud-Dienst seine rund 50 Millionen Kunden davon, dass sich Unbekannte Zugang zu persönlichen Daten und Passworten des Notizdienstes verschafft hätten. Sämtliche Passwörter wurden zurückgesetzt.

Zwar kündigte der Dienst, mit Hilfe dessen Nutzer Dokumente und Bilder lagern und diese ortsunabhängig nutzen können, umgehend eine deutliche Verstärkung seiner Sicherheitsvorkehrungen an. Ganz von dem Schlag erholt hat sich das Unternehmen aus dem kalifornischen Redwood - was die Nutzerzahlen angeht - bis heute aber noch nicht.

Doch es geht wieder aufwärts - auch Dank Aktionen wie in Deutschland, wo Telekom-Kunden das Premiumangebot der Kalifornier aktuell für ein Jahr kostenlos nutzen können. Das Geschäft läuft: Rund 50 Millionen Dollar will Libin mit seinen Diensten, die mittlerweile auch auf Auto-Bordcomputern oder bei Google-Glasses integriert sind, im laufenden Jahr einnehmen.

Und Libin steht mit Evernote nicht allein. Auch Google Börsen-Chart zeigen, Microsoft Börsen-Chart zeigen, Apple Börsen-Chart zeigen und Start-ups wie Dropbox oder Fileee bieten längst Dienste an, mit denen Kunden einzeln oder als Team von zu Hause oder unterwegs Daten bearbeiten, archivieren und durchsuchen können. Der Basiszugang ist meist gratis, intensive Nutzung dann aber kostenpflicht.

Und das Geschäft boomt: Alleine Dropbox nutzen laut aktuellen Zahlen weltweit mehr als 100 Millionen Menschen, die am Tag mehr als eine Milliarde Dateien speichern. Und stetig kommen neue Anbieter mit immer neuen Leistungen dazu.

Auch in Deutschland werden diese Dienste immer populärer. Fast jeder zweite Internetnutzer hierzulande, so eine Untersuchung der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk), nutzt bereits Speicherplattformen im Internet. Und das längst nicht mehr nur, um sich private Dokumente und Fotoalben vor dem Verlust sichern.

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