Dienstag, 16. Juli 2019

Preisverfall Telekom schrumpft an allen Fronten

Düster: Für Telekom gibt es derzeit wenige Lichtblicke

Preisverfall, harte Konkurrenz und hartnäckige Regulierer haben der Telekom den Jahresauftakt vermiest. In praktisch allen Märkten hat der Bonner Konzern Umsatz und Gewinn verloren - und das, obwohl die Kundenzahlen steigen.

Frankfurt am Main - Die Deutschen Telekom kämpft zum Jahresauftakt in so gut wie allen wichtigen Ländern mit Gewinn- und Umsatzverlusten. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) ging um in den ersten drei Monaten 2013 konzernweit um 4,3 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Dank geringerer Abschreibungen auf die US-Sparte legte der Überschuss hingegen leicht auf 564 Millionen Euro zu.

Abwärts ging es wegen der harten Konkurrenz, des Preisverfalls und Regulierungsentscheidungen vor allem in den wichtigen Geschäften in Deutschland, Europa und den USA. Der Konzernumsatz sank um 4,5 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro.

Die Zahlen liegen im Rahmen der Markterwartungen: Analysten hatten bei 13,8 Milliarden Euro Umsatz mit einem bereinigten Ebitda von 4,25 Milliarden Euro gerechnet.

Die Bonner Börsen-Chart zeigen sehen sich auf dem richtigen Weg. In allen Regionen konnten sie die Kundenzahlen steigern. Dank der Einführung des begehrten iPhone sei in den USA die Trendwende geschafft. Allein in den vergangenen vier Wochen sei eine halbe Million iPhones verkauft worden.

Der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Unternehmens bekräftigt seine Erwartungen für dieses Jahr: Bei einem Free Cash Flow von fünf Milliarden Euro werde mit einem bereinigten Ebitda von 17,4 Milliarden Euro gerechnet.

nis/rtr/dpa

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