Samstag, 24. August 2019

Datenbremse der Telekom Obermanns Internet-Revolution durch die Hintertür

René Obermann: Der Telekom-Chef ist Zielscheibe für Spott und Häme

3. Teil: Internet der zwei Geschwindigkeiten

Branchenexperten halten dagegen, dass es bereits heute keine Gleichbehandlung im Internet mehr gibt. "Die Priorisierung des Traffics ist längst Realität", sagt ein Unternehmensberater. Bereits heute würden viele Betreiber von Internetseiten mehr Leistung bei Dienstleistern einkaufen. Auch die Datenbremse hält der Experte für gerechtfertigt. "Schnelligkeit ist teurer, das ist eine faire Bepreisung. Schließlich kostet ein Business-Flug auch mehr als die Economy-Class."

Die Konsequenz: "Ein Internet der zwei Geschwindigkeiten könnte in Deutschland Schule machen", sagt Frank Heuer, Analyst beim Beratungshaus Experton. "Für eine garantiert hohe Übertragungsqualität bestimmter Angebote fallen Zusatzkosten an, der Rest wird nach dem Prinzip der bestmöglichen Leistung geliefert."

Würde sich Obermann mit seinen Plänen durchsetzen, könnte er wohl mit dem neuen Spitznamen für seinen Konzern leben.

Seite 3 von 3

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung