Donnerstag, 27. Februar 2020

Für sieben Milliarden Dollar Finanzinvestoren kaufen SAP-Rivalen BMC

Robert E. Beauchamp: BMC-Software-Chef bekommt neue Besitzer
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Robert E. Beauchamp: BMC-Software-Chef bekommt neue Besitzer

Finanzinvestoren machen mit einem Schlag wieder Schlagzeilen: Weil geborgtes Geld derzeit so billig wie lange nicht ist, stemmen die Aufkäufer plötzlich wieder selbst große Übernahmen. Jetzt hat es den SAP-Rivalen BMC erwischt. Investoren schnappen ihn sich für sieben Milliarden Dollar.

New York - Der amerikanische SAP-Konkurrent BMC wird für knapp sieben Milliarden Dollar übernommen. Neuer Eigentümer des Software-Herstellers wird ein Konsortium um die Finanzinvestoren Bain Capital und Golden Gate Capital. Dieses zahlt nach Angaben vom Montag pro BMC-Anteilsschein 46,25 Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von weniger als 2 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag. Insgesamt hat die Transaktion ein Volumen von 6,9 Milliarden Dollar - etwas mehr als zuletzt im Umfeld der beteiligten Unternehmen gedacht.

Die BMC-Aktien werden an der US-Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen gehandelt. Seit dem 21. März, als Reuters erstmals über das Interesse von Finanzinvestoren berichtete, haben die Papiere 4,5 Prozent zugelegt.

BMC bietet Software für Geschäftskunden an und konkurriert neben der deutschen SAP Börsen-Chart zeigen auch mit Oracle Börsen-Chart zeigen, CA und Compuware Börsen-Chart zeigen. Das Unternehmen wird seit vergangenem Jahr von dem Hedgefonds Elliott Management gedrängt, sich selbst zum Verkauf zu stellen. Der Fonds wirft BMC vor, den Markt für Internetsoftware zu vernachlässigen, der bisher von Unternehmen wie Salesforce.com dominiert wird.

Zuletzt haben die weltweit größten Software-Konzerne ihre Investitionen in diesem Bereich deutlich ausgeweitet. Die momentan leichte Finanzierung hat den Appetit von Investoren auf Übernahmen deutlich gesteigert. Zunehmend geraten auch größere Unternehmen ins Visier der Käufer. So beteiligt sich der Finanzinvestor Silver Lake Partners an der 24,4 Milliarden Dollar schweren Akquisition des Computer-Herstellers Dell Börsen-Chart zeigen durch den Firmengründer. Michael Dell will seine Firma von der Börse nehmen und dann ohne den Druck des Kapitalmarktes sanieren.

kst/rtr

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