Wilde Pläne der Samwers, Teil IV Ein Amazon-Klon für Lateinamerika

Der Amazon-Klon für den lateinamerikanischen Markt, Linio, soll schon 2015 schwarze Zahlen schreiben. Zu den Investoren, die dieses Versprechen überzeugt hat, gehört unter anderem die kolumbianische Santo Domingo-Gruppe. Ob der Plan aufgeht, dürfte vor allem von der Konkurrenz abhängen.
Von Astrid Maier und Thomas Katzensteiner

Hamburg - Die Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer und ihr Startup-Inkubator Rocket Internet versuchen, das wahrscheinlich größte E-Commerce-Imperium der Welt zu errichten. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das manager magazin über die wilden Pläne der Brüder, die unter anderem hinter dem Schuh-und Bekleidungshändler Zalando stehen.

Das Magazin gibt erstmals exklusiven Einblick in die Business Pläne der noch jungen Samwer-Startups, die von Australien bis Lateinamerika mit Kopien des US-Internet-Handelsriesen Amazon  und des Schuh- und Modehändlers Zappos den Markt aufrollen sollen. manager magazin online veröffentlicht begleitend dazu ausgewählte Dokumente aus einer vertraulichen Investorenpräsentation. Heute: Linio.

Linio ist der Amazon-Klon für den lateinamerikanischen Markt. Schon 2015 soll das Unternehmen schwarze Zahlen produzieren (siehe Grafik links) und schon 2017 eine deutlich zweistellige Rendite einfahren. So jedenfalls versprechen es die Samwers.

Zu den Geldgebern, die das überzeugt hat, gehört unter anderem die kolumbianische Santo Domingo-Gruppe, die auch an dem lateinamerikanischen Zalando-Doppelgänger Dafiti beteiligt ist. Ob der Plan aufgeht, dürfte allerdings stark von den Aktivitäten des Konkurrenten Amazon  abhängen.

Noch vermarkten die Amerikaner auf dem Linio-Heimatmarkt lediglich E-Books und den zugehörigen Reader Kindle. Doch das kann sich rasch ändern.

Die wilden Pläne der Samwers, Teil 1: Wie die Brüder um Investoren buhlen

Die wilden Pläne der Samwers, Teil 2: Ein Zalando-Klon für Südostasien

Die wilden Pläne der Samwers, Teil 3: Renditetraum in Afrika