Montag, 23. September 2019

Smartphone-Markt Telekom will Apple-Google-Duopol knacken

Smartphones: Auf dem Handymarkt dominieren die Betriebssysteme von Apple und Google

3. Teil: Schon Facebook scheiterte mit Web-App

"Firefox OS als alternatives Betriebssystem etablieren zu wollen, das finde ich schon mutig", sagt Torsten Gerpott, Professor für Unternehmens- und Technologieplanung an der Universität Duisburg-Essen. Gerpott, der sich auf die Telekommunikationswirtschaft spezialisiert hat, sieht vor allem die Netzeffekte im Markt für mobile Betriebssysteme als Eintrittshürde für neue Anbieter. "Wer eine große Plattform mit vielen Apps hat, der hat auch eine gute Plattform", sagt Gerpott. In dieser Hinsicht spreche vieles für die bereits entwickelten und reifen Betriebssysteme und App-Stores von Apple Börsen-Chart zeigen und Google Börsen-Chart zeigen.

Die Entwicklergemeinschaft, über die Mozilla verfügt, hält Gernott durchaus für einen wichtigen Aspekt. Wie nachhaltig die Unterstützung der Netzgemeinde ausfällt, wenn nur eine Hand voll Providern das neue Betriebssystem unterstützt, stellt er indes in Frage. "Wenn das Betriebssystem künftig vor allem den Interessen von zwei, drei großen Telekomkonzernen dient, dann wird sich die Entwickler-Community fragen, warum machen wir das", sagt Gernott. Ohne die Unterstützung weiterer Provider wie zum Beispiel Vodafone Börsen-Chart zeigen werde es daher schwer.

Auch technisch stößt das neue Betriebssystem an Grenzen. "Firefox OS besitzt eine niedrige Performance durch den konsequenten Einsatz von HTML5-Rendering und JavaScript-Interpretierung", sagt Boris Schmidt vom Branchenverband DVTM. Solche Websprachen würden mit hohen Anforderungen an die Hardware einhergehen. "Eine gute Performance auf Low-Cost-Geräten ist daher fragwürdig", sagt Schmidt.

Schwachpunkt Netzabdeckung

Auch andere Experten sehen Schwächen im Firefox-Betriebssystems. "Durch die Ausrichtung auf webbasierte Services wird natürlich auch die Anforderung an die Netzabdeckung gesteigert", sagt Ansgar Schlautmann, Telekomexperte beim Beraterhaus Arthur D. Little. Und hohe Datenvolumina sorgten tendenziell für höhere Tarifkosten.

Einen relevanten Markt sieht Schlautmann für das Firefox OS am ehesten in Entwicklungsländern. Doch auch dort nur, wenn die Netzinfrastruktur dies ermögliche. "In Deutschland wird sich der Marktanteil sicherlich im unteren einstelligen Bereich einstellen - hinter Windows oder Blackberry", sagt der Experte. Auch die Pläne von Deutscher Telekom, Telefonica und Co. betrachtet Schlautmann mit Vorbehalt. In Europa würden die Provider wohl erst einmal Windows und Nokia Börsen-Chart zeigen in den Markt drücken, gegebenenfalls auch Blackberry Börsen-Chart zeigen. "Firefox wird da erst sehr spät in der Reihe kommen."

Google und Facebook tun sich schwer

Wie schwierig es selbst Internetgiganten fällt, webbasierte Apps auf Grundlage von HTML5 als Alternative zu klassischen Apps durchzusetzen, zeigen ausgerechnet jene zwei Konzerne, denen es am ehesten zuzutrauen wäre.

So versucht beispielsweise Google Börsen-Chart zeigen seit gut anderthalb Jahren mit Chrome OS ein browserbasiertes Betriebssystem zu etablieren. Im Gegensatz zu Android, hat der Suchmaschinenkonzern dabei allerdings den Markt für Billiglaptops im Blick. Die Erfolgsmeldungen rund um die so genannten Chromebooks, die Windows die Stirn bieten sollten, sind bislang aber überschaubar.

Kaum besser beim Versuch, eine HTML5-basierte App im Markt zu etablieren, erging es dem Freundenetzwerk Facebook Börsen-Chart zeigen. Denn die App des Internetkonzerns sorgte bei iPhone-Nutzern vor allem für eines: Frust. Der mit jedem Start notwendige Datenabgleich kompletter Nutzerprofile nahm einfach zu viel Zeit in Anspruch. Inzwischen hat Facebook das Problem gelöst. Die HTML5-App ist bis auf Weiteres einer speziell für das iPhone-Betriebssystem programmierten nativen App gewichen.

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