Mittwoch, 18. September 2019

Smartphone-Markt Telekom will Apple-Google-Duopol knacken

Smartphones: Auf dem Handymarkt dominieren die Betriebssysteme von Apple und Google

2. Teil: Erst Osteuropa, dann Deutschland

Schon vor anderthalb Jahren habe es erste Gespräche mit Mozilla gegeben. "Wir zählen zu den Vorreitern", sagt Schmitz. Zu diesen gehört maßgeblich auch die spanische Telefonica Börsen-Chart zeigen. Ein halbes Dutzend weiterer Telekom-Provider unterstützen mittlerweile die Entwicklung des neuen Betriebssystems. Darunter der US-Konzern Sprint Nextel Börsen-Chart zeigen, die Telecom Italia Börsen-Chart zeigen, der philippinische Provider Smart, der größte Golfstaaten-Telekomkonzern Etisalat und die norwegische Telenor-Gruppe, die vor allem dank eines starken Asiengeschäfts weltweit knapp 150 Millionen Mobilfunkkunden zählt.

Hinzu gesellen sich bekannte und weniger bekannte Gerätehersteller. So beteiligen sich beispielsweise der chinesische Konzern ZTE ebenso wie die französische Alcatel-Lucent Börsen-Chart zeigen an der Entwicklung der Firefox-Smartphones. Seit Ende Januar machen zudem zwei für Firefox OS optimierte Gerätetypen des spanischen Unternehmens Geeksphone in Entwicklerkreisen die Runde.

Dass die Ende Februar in Barcelona stattfindende Branchenmesse "Mobile World" Klarheit darüber schaffen wird, wann die ersten Firefox-Smartphones in welchen Märkten eingeführt werden, gilt als ausgemacht. Zumal die spanische Telefónica bereits signalisierte, dass die ersten Geräte bald in Brasilien unter der Konzernmarke "Vivo" verkauft werden sollen. Andere Telefonica-Märkte sollen rasch folgen.

Schon bei Android ging die Telekom voran

"Wir werden noch in diesem Jahr auch in Europa entsprechende Geräte einführen", sagt ein Sprecher des Konzerns gegenüber manager magazin online. Zwar hat sich auch die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen noch nicht konkret über Termine einer Markteinführung der Geräte geäußert. Welche Märkte die Bonner zunächst im Blick haben, ist allerdings bereits klar. "Wir gehen davon aus, dass auf Firefox OS basierende, erschwingliche Smartphones zunächst für unserer osteuropäischen Landesgesellschaften interessant sind", sagt Telekom-Manager Schmitz. "Die Markteinführung steht bevor."

Ob Firefox OS in einem nächsten Schritt auch auf deutschen Smartphones laufen wird, werden so zwar zunächst die Verbraucher in Rumänien, Ungarn, Polen und Tschechien entscheiden. Die Voraussetzungen im Heimatmarkt Deutschland wären aber durchaus schon jetzt gegeben. Schließlich vertreibt die Deutsche Telekom bereits heute über die eigene Billigmarke Congstar Android-Smartphones von ZTE, einem der Partner des Mozilla-Projekts.

Für einen Markterfolg des Firefox OS spricht nach Ansicht von Telekom-Manager Schmitz einiges. "Wir haben ein breites Know-how, wenn es um Mobilfunk, Technik und Vertrieb geht", sagt er. Mozilla hingegen habe neben der Entwickler-Community die weltweite Verbreitung einzubringen. "Das sind ähnliche Gründe, weshalb auch Google vor ein paar Jahren mit ihrem neuen Betriebssystem Android an uns herangetreten ist." 2008 waren die Bonner exklusiver Launch-Partner für die ersten Android-Smartphones.

Aus dem Android-Projekt habe die Deutsche Telekom allerdings vor allem eines gelernt: "Der Erfolg kommt nicht über Nacht", sagt Schmitz. Stattdessen bedürfe es bei solchen Neuentwicklungen eines konstanten Commitments. "Die Ergebnisse fallen einem nicht innerhalb eines Quartals in den Schoß". Eine Ansicht, die auch Branchenexperten teilen.

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