Telekomausrüster Chinesische Huawei holt Ericsson ein

Die Branche der Telekom-Ausrüster steht vor einem Wachwechsel: Im vergangenen Jahr dürfte der chinesische Huawei-Konzern den langjährigen Marktführer Ericsson knapp überholt haben. US-Kritiker stoßen sich jedoch an der Behördennähe des chinesischen Ausrüsters.
Logo von Huawei: Der chinesische Konzern dürfte 2012 bereits größter Telekomausrüster der Welt gewesen sein

Logo von Huawei: Der chinesische Konzern dürfte 2012 bereits größter Telekomausrüster der Welt gewesen sein

Foto: Robert Schlesinger/ dpa

Peking - Huawei ist nach einem kräftigen Geschäftswachstum im vergangenen Jahr auf dem Weg zur weltweiten Branchenspitze. Der chinesische Telekom-Ausrüster steigerte den Umsatz 2012 um 8 Prozent auf 220 Milliarden Yuan (rund 26,5 Milliarden Euro), wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Gewinn stieg um rund ein Drittel auf 15,4 Milliarden Yuan hoch (1,86 Milliarden Euro).

Damit könnte Huawei bereits im vergangenen Jahr den langjährigen Marktführer Ericsson  knapp überholt haben. Von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten schätzten den Umsatz der Schweden im vergangenen Jahr im Schnitt auf knapp 227 Milliarden Kronen (rund 26,1 Milliarden Euro). Ericsson legt die Zahlen für das vergangene Jahr Ende Januar vor.

Huawei und sein chinesischer Konkurrent ZTE setzen den etablierten westlichen Telekom-Ausrüstern schon lange zu. Mit ihren günstigeren Preisen eroberten sie Schritt um Schritt die Märkte. Auch Sicherheitsbedenken etwa vonseiten der USA, dass die Firmen zu eng mit den chinesischen Behörden zusammenarbeiten und deshalb gefährlich seien könnten, hatten den Vormarsch nicht gebremst.

wed/dpa-afx
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