Sonntag, 22. September 2019

Analysten enttäuscht Apples iPad-Verkäufe schwächeln

Apple-Logo: Analysten trotz Milliardengewinn enttäuscht

Apple hat im vergangenen Quartal weniger iPads abgesetzt als erwartet. Viele Nutzer warteten angesichts der Konjunkturflaute lieber auf die günstigere Version des Gerätes. Auch mit seinen Gewinn- und Umsatzzahlen konnte der Konzern diesmal keine Euphorie entfachen.

Cupertino - Apple hat im vierten Geschäftsquartal nur 14 Millionen iPads verkauft. Das waren weniger als in den drei Monaten zuvor und auch weniger als Analysten erwartet hatten. Die Aktie fiel am Donnerstag nachbörslich leicht.

Dafür kommt das neue iPhone gut bei den Kunden an: Der kalifornische Elektronikkonzern konnte zusammen mit den älteren Modellen 26,9 Millionen seiner Smartphones losschlagen. Das war ein Zuwachs von 58 Prozent zum Vorjahreszeitraum. DasiPhone 5 mit seinem größeren Bildschirm war erst am 21. September und damit wenige Tage vor dem Ende des Berichtszeitraums in den Verkauf gegangen.

"Die Nachfrage nach dem iPhone ist extrem robust", sagte Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz. Apple Börsen-Chart zeigen kann das neue Modell nach eigener Aussage gar nicht so schnell heranschaffen wie die Kunden es haben wollen. Samsung Börsen-Chart zeigen setzte Schätzungen zufolge aber 58 Millionen Smartphones ab und fuhr im vergangenen Quartal erneut einen Rekordgewinn ein.

Umsatz soll im Weihnachtsquartal auf Rekordsumme steigen

Der Umsatz des gesamten Unternehmens legte im vergangenen Quartal um 27 Prozent auf 36 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn stieg um 24 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro). Dazu trugen auch 4,9 Millionen verkaufte Mac-Computer und 5,3 Millionen verkaufte iPods bei. Die Musikspieler finden allerdings immer weniger Fans, seitdem viele Menschen ihre Songs lieber auf dem Smartphone hören.

Analysten hatten allerdings mit einer besseren Bilanz gerechnet. "Die Zahlen zeigen, dass kein Unternehmen gegen die allgemeine Wirtschaftsentwicklung immun ist", sagte Trip Chowdry von Global Equity Research zu dem Quartalsbericht. "Apple liegt da auf einer Linie mit Hewlett-Packard Börsen-Chart zeigen, IBM Börsen-Chart zeigen, Intel Börsen-Chart zeigen und Google Börsen-Chart zeigen. Es ist nichts dran an den Aussagen der Apple-Fans, wonach der Konzern ein Kosmos für sich ist. Die Benzinpreise sind doppelt so hoch wie vor vier Jahren und die Leute haben einfach kein Geld, sich immer den Schnickschnack zu kaufen, den sie am liebsten hätten."

Für das laufende Weihnachtsgeschäft sagte Finanzchef Peter Oppenheimer einen Umsatz von 50 Milliarden Dollar voraus - das wäre ein neuer Rekord. Apple gehe mit den besten Produkten aller Zeiten in die Saison, erklärte Cook. Apple hatte erst am Dienstag neue Mac-Rechner, die vierte Version des großen iPads sowie ein iPad Mini mit einer kleineren Bildschirmdiagonale vorgestellt.

iPad Mini wirft besonders wenig ab

"Die Margen bei den neuen Produkten sind niedriger als bei den Vorgängermodellen", musste Oppenheimer allerdings einräumen. Das gelte auch fürs iPhone 5. Besonders wenig nach Apple-Maßstäben wirft demnach das iPad Mini ab.

Apple hatte das Gerät herausgebracht, um den günstigen Tabletcomputern mit dem Android-Betriebssystem etwas entgegensetzen zu können. Zudem drängt Microsoft Börsen-Chart zeigen mit seinem neuen Betriebssystem Windows 8 auf die Tabletcomputer. Ab diesem Freitag beginnt der Verkauf des Hoffnungsträgers. Windows 8 soll gleichermaßen PC, Tablets und Smartphones antreiben. Microsoft will damit den Anschluss im mobilen Geschäft finden.

Apple reitet wie kein zweiter Konzern auf der mobilen Welle. Das hat die Kalifornier nicht nur zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen aller Zeiten werden lassen, sondern auch die Kasse prall gefüllt. Ende September lagen dort 121,3 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von mehr als vier Milliarden Dollar binnen drei Monaten..

mg/dpa-afx/rtr

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