E-Plus Mehr Reklame, weniger Gewinn

E-Plus gewinnt Kunden: Die Nummer drei auf Deutschlands Mobilfunkmarkt hat im abgelaufenen Quartal 494.000 Kunden hinzugewonnen. Der Profit allerdings ist zuletzt gesunken - wie auch bei KPN, der niederländischen Mutter des Düsseldorfer Unternehmens.
E-Plus: Kundengewinnung stand zuletzt im Vordergrund

E-Plus: Kundengewinnung stand zuletzt im Vordergrund

Foto: E-Plus Service GmbH & Co. KG

Hamburg - Der E-Plus-Mutterkonzern KPN hat wegen eines stärkeren Preiswettbewerbs in Deutschland einen Gewinnrückgang im vergangenen Quartal verzeichnet. Dennoch bestätigte das niederländische Unternehmen am Dienstag seine Gewinnprognose für dieses Jahr. An der versprochenen Dividende von 0,35 Euro je Anteilsschein soll ebenfalls nicht gerüttelt werden. Das um einmalige Umstrukturierungskosten bereinigte Kernergebnis ging in den vergangenen drei Monaten um 12 Prozent auf 1,177 Milliarden Euro zurück, wie KPN weiter mitteilte.

Trotz des zuletzt gesunkenen Gewinns hierzulande läuft das Geschäft von E-Plus, der deutschen Tochter der niederländischen KPN, nicht schlecht. E-Plus fuhr im abgelaufenen Quartal offenbar vor allem wegen hoher Werbeausgaben weniger Gewinn ein. Das Betriebsergebnis (Ebitda) sei deshalb im dritten Jahresviertel um 9 Prozent auf 323 Millionen Euro gesunken, teilte Deutschlands drittgrößter Mobilfunker am Dienstag mit. Das Unternehmen habe vor allem mehr Geld in die Vermarktung von Pauschaltarifen seiner Marken Yourfone, Blau.de und Simyo gesteckt.

Das zahlte sich andererseits auch aus: In Zeitraum von Juli bis September konnten 494.000 Neukunden gewonnen werden. Damit telefonieren 24 Millionen Bundesbürger mit E-Plus. Der in Düsseldorf ansässige Netzbetreiber ist damit die Nummer drei auf dem deutschen Markt, vor O2 in München - die Bayern gehören der spanischen Telefonica , die sich derzeit aus Geldknappheit von einem Teil der O2-Anteile mit einem Börsengang trennen muss. Zuvor war spekuliert worden, E-Plus und O2 könnten fusionieren.

kst/dpa-afx/rtr
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