Sonntag, 21. April 2019

Neue Chefin gefunden Yahoo wirbt Google-Star Mayer ab

Google-Managerin Marissa Mayer: Mathe-Ass mit einem guten Auge für Design

Aufregung im Silicon Valley: Das Interneturgestein Yahoo hat Marissa Mayer bei seinem Rivalen Google abgeworben. Die Topmanagerin ist eines der prominentesten Gesichter der IT-Branche, ihr Wechsel zu Yahoo gilt als gelungener Coup für den angeschlagenen Konzern.

Sunnyvale - Marissa Mayer werde heute als Vorstandsvorsitzende bei Yahoo anfangen, teilte das Unternehmen mit. Mayer gehörte zuvor bei Google lange Zeit zum Topmanagement. Yahoo-Verwaltungsratsvorsitzender Fred Amoroso sagte, die beispiellose Erfolgsgeschichte Mayers bei Technologie, Design und Produktausführung habe das Gremium überzeugt.

Mayer kam 1999 als 20. Mitarbeiter zu Google Börsen-Chart zeigen und gilt als eine der besten Führungskräfte in der Branche. Sie ist ein Mathematik-Ass mit einem beeindruckenden Gedächtnis und gilt als verantwortlich für das schlichte Design der Website. Die 37-Jährige verantwortete lange Zeit das wichtige Suchmaschinengeschäft, zuletzt leitete sie die Geodienste und lokale Services bei Google.

Sie fühle sich geehrt und sei überglücklich, erklärte Mayer. Sie habe eine fantastische Zeit bei Google gehabt, sagte Mayer der "New York Times", die als erstes über den Wechsel berichtet hatte. Es sei aber letztlich eine ziemlich einfache Entscheidung gewesen, den neuen Job anzutreten. Yahoo Börsen-Chart zeigen sei schließlich eine der besten Marken im Internet.

Dritter Chefwechsel innerhalb eines Jahres

Für Yahoo ist es der dritte Chefwechsel innerhalb eines Jahres: Mayers Vorgänger Scott Thompson, der vom Ebay-Bezahldienst Paypal gekommen war, bekleidete das Amt nur wenige Monate und stolperte dann über einen falschen Titel in seinem Lebenslauf. Thompson hatte Carol Bartz abgelöst, die im September aufgrund verhaltener Erfolge entlassen.

Dabei bräuchte Yahoo dringend Stabilität: Der Internetpionier steht im überlebenswichtigen Werbegeschäft unter enormen Druck, vor allem durch Google. Bei der Internetsuche hat sich Yahoo bereits mit dem Softwarekonzern Microsoft Börsen-Chart zeigen verbündet.

Laut "New York Times" hat Marissa Mayer erst am Montagnachmittag per Telefon gekündigt. Sie war neben den zwei Gründern Larry Page und Sergey Brin sowie dem langjährigen Konzernchef und jetzigen Verwaltungsratsvorsitzenden Eric Schmidt eines der wenigen bekannten Gesichter von Google.

Aktie legt zu

Mayers Ernennung kommt überraschend. Weithin war erwartet worden, dass Yahoos Interims-CEO Ross Levinsohn den Posten übernimmt. Nach den ersten Berichten von der Ernennung Mayers stieg der Kurs der Yahoo-Aktie Börsen-Chart zeigen um 3,3 Prozent.

Analysten halten die Abwerbung Mayers für einen bei Yahoo selten gewordenen gelungenen Schachzug. "Sie bringt große Führungsstärke mit und ist sehr beliebt im Silicon Valley", sagte Gartner-Marktforscher Allen Weiner. Toppriorität für sie müsse jetzt haben, Levinsohn zu halten, der bereits zum zweiten Mal übergangen wurde. "Wenn er geht, wird es einen Exodus geben", prognostizierte Weiner.

mg/dpa/rtr/dapd

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