Rückzug James Murdoch tritt von BSkyB-Spitze zurück

Rückzug auf Raten: Nach seinem Rücktritt bei der Zeitungsholding News International tritt James Murdoch nun auch als Chef des Verwaltungsrats beim Fernsehkonzern BSkyB zurück. Der Sohn von Medienmogul Rupert Murdoch war in der Abhöraffäre schwer unter Druck geraten.
Rückzug von BSkyB: James Murdoch, Sohn von Rupert Murdoch, war ebenso wie der Fernsehsender BSkyB in die Kritik geraten

Rückzug von BSkyB: James Murdoch, Sohn von Rupert Murdoch, war ebenso wie der Fernsehsender BSkyB in die Kritik geraten

Foto: AP

London/Washington - Ein Sprecher von James Murdoch bestätigte am Nachmittag den Rückzug bei BSkyB, über den bereits mehrere britische Medien berichtet hatten. Der Sohn von Medienmogul Rupert Murdoch soll aber als Mitglied des Gremiums weiterarbeiten.

Der Rückzug wird als Reaktion auf die Vorwürfe gegen Murdoch in der Affäre um abgehörte Telefone und bestochene Polizisten gewertet. Die inzwischen eingestellte Murdoch-Zeitung "News of the World" sowie das Boulevardblatt "The Sun" sind die Affäre verstrickt. Auch im von BSkyB betriebenen Bezahlfernsehen soll es Unregelmäßigkeiten gegeben haben, was Murdoch allerdings bestreitet.

James Murdoch steht im Verdacht, vor einem Parlamentsausschuss zur Untersuchung der Affäre nicht die volle Wahrheit gesagt zu haben. Es ging um die Frage, wann er selbst von den illegalen Praktiken erfahren hat.

Ende Februar hatte er seine Funktionen bei der Verlagstochter News International, die neben der "Sun" auch die "Times" und die "Sunday Times" herausgibt, aufgegeben und angekündigt, sich künftig für den Murdoch-Mutterkonzern News Corporation stärker von New York aus auf die Fernsehgeschäfte zu konzentrieren.

la/dpa/ap
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