Samstag, 21. September 2019

Eigenes Tablet Google greift Apples iPad an

Apple hat mit seinem iPad eine Marktlücke entdeckt - Google will auch etwas vom Kuchen ab haben
Matthias Kremp
Apple hat mit seinem iPad eine Marktlücke entdeckt - Google will auch etwas vom Kuchen ab haben

Googles Plattform Android ist Marktführer bei Smartphones - bei Tablets hingegen hinkt der Konzern Apples iPad weit hinterher. Nun will Google offenbar Android-Tablets über einen eigenen Shop verkaufen. Der Konzernname auf den Geräten soll zusätzlich Käufer anlocken.

New York - Google will laut einem Zeitungsbericht in Eigenregie Tabletcomputer verkaufen, um Apples erfolgreichem iPad mehr Konkurrenz zu machen. Der Internetkonzern wolle dafür einen Onlineshop einrichten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Die Tablets sollen demnach von aktuellen Partnern wie Samsung Börsen-Chart zeigen oder Asus gebaut und zum Teil unter dem Google-Markennamen angeboten werden. Zudem wird Google Börsen-Chart zeigen mit der anstehenden Motorola-Übernahme selbst zum Tablethersteller.

Das Google-Betriebssystem Android hält zwar gut die Hälfte des Smartphonemarktes, konnte bei Tablets dem iPad aber bisher keine erhebliche Konkurrenz machen. Am besten schlägt sich von den Apple-Rivalen noch der Onlinehändler Amazon Börsen-Chart zeigen, dessen Tablet Kindle Fire allerdings mit einer von Google nicht unterstützten abgezweigten Android-Version läuft.

Google hatte Ähnliches schon einmal versucht - vergeblich

Das Kindle Fire, das es bisher nur in den USA zu kaufen gibt, sorgte für Aufsehen mit seinem geringen Preis von 199 Dollar, weil Amazon das Gerät unter Herstellungskosten abgibt. Dem "Wall Street Journal" zufolge dachte auch Google darüber nach, Tablets zu subventionieren, um mit diesem Preisniveau mithalten zu können.

Apple Börsen-Chart zeigen verkaufte im vergangenen Quartal 15,4 Millionen iPads und ist damit klarer Marktführer. Amazon gibt keine Absatzzahlen für seine Geräte bekannt.

Die Schwäche im Tabletgeschäft ist ein Problem für Google. Denn Android wird als offenes Betriebssystem an die Hersteller verschenkt, die Einnahmen will Google dann mit seinen Diensten wie Werbung machen - und der schnell wachsende Tabletmarkt ist ein wichtiges Feld.

Google hat Ähnliches bereits im Jahr 2010 versucht. Damals wollte der Konzern das Android-Smartphone Nexus One direkt an Verbraucher verkaufen. Nach wenigen Monaten wurde der Onlineverkauf jedoch wieder eingestellt, weil der Direktvertrieb dem Vernehmen nach hinter den Erwartungen zurückblieb und Google Schwierigkeiten mit der Betreuung der Käufer hatte.

mg/dpa

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