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Tablet-Nutzung: Wie iPad und Co die Arbeitswelt umkrempeln

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Tablets Führen mit dem Blechkästchen

iPad und andere Tablets werden das Management radikal umkrempeln. Noch arbeitet nur ein kleiner Teil der Führungskräfte mit den Zaubertafeln - doch die Veränderungen durch die Technik nehmen die Manager schon jetzt war.

Hamburg - In den Managementetagen ist die Tafel los. Tablets wie das iPad sind leichter als Laptops, müssen nicht umständlich hochfahren, Aufgaben lassen sich damit quasi im Vorbeiwischen erledigen.

Und: Die Wunderflundern führen drei Megatrends der vergangenen Jahre zusammen: Mobilität, Cloud Computing und Social Media. Alles gebündelt in einem handschmeichlerischen Stück Blech. "Die Tablets werden Märkte, Geschäftsmodelle und Organisationen komplett umkrempeln", prophezeit Nick Jones, Analyst beim Tech-Marktforscher Gartner.

Eine Revolution steht also bevor in den Führungsetagen, doch die Umwälzung steckt noch in den Kinderschuhen. In einigen Konzernen wie SAP sind die Tablets bereits extrem stark verbreitet - anderswo tastet sich das Management noch vorsichtig heran. "Wenn es um Kommunikationstechnik und Social Media geht, ist Vernetztsein kein wert an sich", sagt Martin Kraushaar, Geschäftsführer des Verbands "Führungskräfte Chemie" (VAA).

Gemeinsam mit manager magazin hat der VAA Führungskräfte befragt, ob und wie intensiv sie Tablets, Smartphones und andere Geräte nutzen - und was sich durch die Technik an der Art und Weise, wie sie managen, verändert hat.

Dabei zeigt sich: Zwar verwendet ein Großteil der Befragten, die meist dem mittleren Management angehören, einen Blackberry. Tablets dagegen sind nicht weit verbreitet; ebenso wenig ersetzen Mittel wie Chats, Twitter oder soziale Netzwerke die klassische E-Mail. "Führungskräfte gehen rational mit den Vorzügen neuer Medien um. Wenn es wirklich wichtig ist, geht nach wie vor nichts über das persönliche Gespräch", sagt Kraushaar. Im Rückgang des Mail-Aufkommens, das die Umfrage zeigt, sieht der VAA-Geschäftsführer deshalb auch "eine Renaissance der herkömmlichen Kommunikation".

Obwohl also Tablets, aber auch soziale Netzwerke im deutschen Management noch nicht flächendeckend verbreitet sind, sieht die Mehrheit der Befragten bereits jetzt die Veränderungen, die sich durch die Technik ergeben. Positiv fällt den Führungskräften in der Umfrage auf, dass relevante Informationen stets zur Hand sind und sie schneller reagieren können. Negativ schlagen dagegen vor allem "umständlichere Abstimmungsprpzesse" und die "ständige Erreichbarkeit" zu Buche.

Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick

Quelle:

Führungskräfte Chemie VAA e.V.; Umfrage für "manager magazin" unter 3000 Fach- und Führungskräften der Chemiebranche, Dezember 2011.

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