Freitag, 10. April 2020

Internetpionier Jerry Yang verlässt Yahoo

Abschied nach 17 Jahren: Jerry Yang hatte Yahoos Verkauf an Microsoft verhindert

Für den schwächelnden Internet-Pionier Yahoo endet eine Ära. Der einflussreiche Mitgründer Jerry Yang hat sich nach 17 Jahren plötzlich aus dem Unternehmen verabschiedet. Die Börse reagiert erfreut.

Sunnyvale (Kalifornien) - Yang legte sowohl sein Amt als Verwaltungsratsmitglied bei Yahoo selbst, als auch bei der Japan-Tochter und der chinesischen Beteiligung Alibaba nieder, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Yang stand zwar schon seit Jahren in der Kritik. Zuletzt wies jedoch nichts auf einen baldigen Abschied hin. Allerdings hatte Yahoo vor zwei Wochen nach monatelanger Suche einen Firmenchef gefunden.

Beobachter in den USA brachten Yangs Abgang mit den andauernden Spekulationen um die Zukunft von Yahoo Börsen-Chart zeigen in Verbindung. Der Konzern, der im wichtigen Online-Werbemarkt immer mehr Boden an Google Börsen-Chart zeigen verloren hatte, prüft einen Verkauf oder die Trennung von den wertvollen Tochtergesellschaften in Asien. In welche Richtung das Pendel nun ausschlägt, ist allerdings weiter unklar.

Yang hatte Yahoo 1995 zusammen mit David Filo gegründet und war von 2007 bis 2009 auch Konzernchef, bevor er sich auf den Verwaltungsratsposten zurückzog. Er galt aber weiterhin als mächtiger Strippenzieher im Hintergrund. Yang sagte, er habe die Jahre sehr genossen. "Dennoch ist die Zeit reif für mich, anderen Interessen außerhalb von Yahoo nachzugehen."

Investoren hatten Yang nie verziehen, dass er 2008 eine Übernahme durch Microsoft Börsen-Chart zeigen verhindert hatte. Damals wollte der Windows-Riese 33 Dollar pro Aktie zahlen, in der Summe mehr als 45 Milliarden Dollar. Auf dem Höhepunkt des Booms war die Aktie mehr als 125 Dollar wert. Heute dümpelt das Papier bei 15 Dollar herum.

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