Texas Instruments senkt Prognosen Konjunkturabkühlung erreicht Elektronikbranche

Die weltweite Konjunkturabkühlung macht sich nun auch in der Elektronikindustrie bemerkbar: Der US-Chiphersteller Texas Instruments hat angesichts einer schwachen Nachfrage seine Prognosen gesenkt. Der Konzern gilt als Barometer für die gesamte Elektronikbranche.
Texas-Instrument-Chip: Die Prozessoren kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Handys, Fernsehgeräten oder Industrieanlagen

Texas-Instrument-Chip: Die Prozessoren kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Handys, Fernsehgeräten oder Industrieanlagen

Foto: Scott Olson/ Getty Images

Dallas - Der US-Chiphersteller Texas Instruments hat seine Erwartungen für das laufende vierte Quartal heruntergeschraubt. Es gebe "eine geringere Nachfrage über viele Märkte, Kunden und Produkte hinweg", erklärte das Unternehmen. Ausnahme seien Mobilfunkchips.

Texas Instruments  geht nun davon aus, im Schlussquartal einen Umsatz von 3,19 bis 3,33 Milliarden Dollar zu erzielen, nachdem sich das Unternehmen zuvor bis zu 3,54 Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zugetraut hatte. Der Gewinn pro Aktie soll nun bei 0,21 bis 0,25 Dollar herauskommen nach zuvor bis zu 0,36 Dollar.

Texas Instruments ist führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Handys, Fernsehgeräten oder Industrieanlagen. Daher gilt Texas Instruments als Barometer für die gesamte Elektronikbranche. Nachbörslich fiel der Aktienkurs um 5 Prozent.

Bereits Ende Oktober hatte Firmenchef Rich Templeton davon gesprochen, dass sich die Kunden vermehrt zurückhielten. Nun sieht die Lage noch düsterer aus. Für Texas Instruments kommt der Abschwung zur Unzeit. Gerade erst hatte der Konzern den Rivalen National Semiconductor geschluckt und damit auf ein weiter boomendes Elektronikgeschäft gewettet.

mg/dpa
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