50 Prozent Marktanteil Android-Welle überrollt Smartphone-Markt

Das Warten vieler Apple-Jünger auf das iPhone 4S hat Apple im dritten Quartal kräftige Marktanteilsverluste beschert. Jedes zweite verkaufte Smartphone läuft inzwischen mit dem Google-Betriebssystem Android, Apples iOS rutscht dagegen auf Platz drei ab.
Betriebssystem Android: Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich der Marktanteil des Google-Systems mehr als verdoppelt

Betriebssystem Android: Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich der Marktanteil des Google-Systems mehr als verdoppelt

Foto: SIMON CHAVEZ/ dpa

Egham - Im dritten Quartal lag der Marktanteil von Android bei 52,5 Prozent, wie das Marktforschungsunternehmen Gartner errechnete. Im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 25,3 Prozent hat sich der Android-Anteil damit mehr als verdoppelt.

Insgesamt verlangsamte sich das Wachstum im boomenden Smartphone-Markt jedoch deutlich. Noch im zweiten Quartal waren die Verkäufe im Jahresvergleich um 74 Prozent hochgeschossen, jetzt registrierte Gartner nur ein Plus von 42 Prozent. Die Nachfrage in China und Russland sei hoch gewesen, in Westeuropa und den USA dagegen zurückhaltend. Das hänge unter anderem damit zusammen, dass Nutzer auf neue Geräte gewartet hätten - so wie das iPhone 4S, das Mitte Oktober in den Handel kam.

Samsung  wurde unterdessen zum weltgrößten Smartphone-Hersteller mit rund 24 Millionen verkauften Geräten. Apple  kam mit seinen älteren iPhone-Modellen noch auf gut 17 Millionen verkaufte Smartphones. Das sicherte Apples iOS-Betriebssystem den dritten Platz in der Wertung der Smartphone-Plattformen mit einem Marktanteil von 15 Prozent, ein leichter Rückgang im Vergleich zu den 16,6 Prozent des Vorjahres.

Auf Rang zwei ist immer noch Nokias  auslaufendes Symbian mit 16,9 Prozent. Vor einem Jahr war Symbian allerdings noch Marktführer mit 36,3 Prozent.

Insgesamt wurden laut Gartner weltweit 440,5 Millionen Mobiltelefone verkauft, ein Plus von 5,6 Prozent. Gut jedes vierte Handy - 26 Prozent - ist inzwischen ein Smartphone, in Märkten wie Westeuropa und die USA liegt dieser Anteil noch deutlich höher.

mg/dpa-afx
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