Montag, 17. Februar 2020

Internetwerbung Google steigert Umsatz um 37 Prozent

Schlicht, simpel, erfolgreich: Google trotzt der Krisenstimmung

Google hat mit seinem Quartalergebnis die Fachwelt überrascht. Der Internetkonzern konnte sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern. Die Börse reagiert euphorisch.   

San Francisco - Der US-Internetkonzern Google Börsen-Chart zeigen lässt sich von der drohenden Konjunkturflaute nicht von seinem Kurs abbringen. Eine rigide Kostenkontrolle und ein wachsender Internetwerbemarkt bescherten dem weltgrößten Suchmaschinenbetreiber im dritten Quartal ein Ergebnis, das erneut selbst die Experten verblüffte. Der Gewinn legte um 26 Prozent, der Umsatz um 37 Prozent zu und damit deutlich mehr als erwartet. Die Aktie setzte am Donnerstag nachbörslich zu einem Höhenflug an und notierte 6 Prozent im Plus mit 594,01 Dollar. In Frankfurt befand sich das Papier am Freitagmorgen ebenfalls mit 7,6 Prozent deutlich im Plus.

"Die Jungs zeigen mal wieder, dass sie zwar nicht immun sind gegenüber dem Markt, aber besser mit ihm zurechtkommen als die traditionellen Unternehmen", sagte Ben Schachter von Macquarie Research. Eine robuste Nachfrage aus den Schwellenländern Asiens und ein starkes Geschäft mit Werbebannern und Anzeigen für mobile Geräte beflügelten das Quartalsergebnis.

"Der Konzern spürt langsam eine gewisse Schwäche in West-Europa, aber das wird von der größeren Verbreitung seiner Produkte und den Schwellenländern wettgemacht, die immer wichtiger werden", sagte Schachter. Es war bereits das vierte Quartal in Folge, dass Google die Prognosen für den Umsatz übertraf. Google-Chef Larry Page bekräftigte sein Ziel, die Vielfalt der Produkte zurückzuschneiden und Geld in Geschäftsbereiche mit der Aussicht auf eine bessere Rendite umzuleiten.

Schrumpfkur läuft

Google habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, 20 verschiedene Angebote vom Markt zu nehmen. "Wir müssen harte Entscheidungen treffen, worauf wir uns konzentrieren wollen", sagte Page, der im April das Ruder übernommen hat. "Aber wenn wir das nicht tun, dann enden wir mit Dingen, die nicht den Erfolg haben, den wir brauchen."

Der Konzern investiert weiter in sein schnell wachsendes Mobilfunkgeschäft, mit dem er sich an die Fersen des iPhone-Herstellers Apple Börsen-Chart zeigen heften will. Googles Betriebssystem Android ist bereits die weltweit am meisten genutzte Software bei Smartphones und steckt inzwischen in 190 Millionen Geräten - Mitte Juli lag die Zahl noch bei 135 Millionen. Der Konzern will sich zudem möglichst noch in diesem Jahr den Handyhersteller Motorola Börsen-Chart zeigen einverleiben und hat dafür 12,5 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Damit verschafft er sich Zugriff auf eines der größten Patentarsenale der Mobilfunkbranche und Fabriken zur Herstellung eigener Smartphones.

Offen ist, wie bisherige Android-Kunden wie Samsung Electronics Börsen-Chart zeigen und HTC auf eine solche neue Konkurrenz reagieren. Im dritten Quartal stieg der Überschuss des Yahoo-Konkurrenten Börsen-Chart zeigen auf 2,73 Milliarden Dollar von 2,17 Milliarden Dollar. Der Branchenführer steigerte seinen Nettoumsatz auf 7,51 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street von 7,22 Milliarden Dollar.

cr/rtr

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