Deutsche Telekom Vorstandskandidatin Grundmann sagt ab

Heftiger Dämpfer für René Obermann: Eigentlich wollte der Telekom-Chef drei Frauen in den Vorstand holen. Verpflichtet wurden nun jedoch lediglich zwei von ihnen. Birgit Grundmann, Staatssekretärin im Justizministerium, erteilte Obermann eine Absage.
Von Astrid Maier
Absage: Staatssekretärin Birgit Grundmann will nicht mehr zur Telekom

Absage: Staatssekretärin Birgit Grundmann will nicht mehr zur Telekom

Foto: Marcel Mettelsiefen/ dpa

Hamburg - Die Deutsche Telekom hat bei ihrem Versuch, drei Frauen auf einen Schlag im Vorstand zu platzieren, einen herben Rückschlag erlitten: Konzernchef René Obermann (48) konnte lediglich Claudia Nemat (42), neue Europa-Chefin, sowie Marion Schick (53), zukünftige Arbeitsdirektorin in Bonn, wie geplant für eine Stelle im Führungsgremium der Telekom verpflichten. Die Staatssekretärin im Justizministerium Birgit Grundmann (FDP; 52), für die Obermann das Ressort Recht und Compliance vorgesehen hatte, hat der Telekom dagegen vor Kurzem eine Absage erteilt. Das berichtet das manager magazin in einer am Dienstag (11. Oktober) erscheinenden Sonderausgabe.

Grundmann zog damit die Konsequenz aus der öffentlichen Diskussion, sie sei eine politische Besetzung - noch bevor sie ihre Stelle antreten konnte - und hat sich gegen einen Wechsel in die Wirtschaft entschieden. Die Telekom hat die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für den im kommenden Jahr vakant werdenden Vorstandsposten für Recht und Compliance daher nun neu gestartet.

Der Suchprozess konzentriert sich dieses Mal zudem nicht mehr allein auf eine qualifizierte Managerin, auch ein Mann kommt jetzt als Nachfolger für den amtierenden Vorstand Manfred Balz (66) infrage.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.