Sony Ericsson Sony will Handysparte ganz

Sony bietet seine Produkte schon länger unter verschiedenen Markennamen an. Doch damit könnte künftig Schluss sein. Jetzt will sich der Elektronikkonzern die Handymarke Sony Ericsson ganz einverleiben. Der schwedische Partner gibt sich zurückhaltend in dieser Frage.
Sony-Ericsson ist ein japanisch-schwedisches Gemeinschaftsunternehmen. Die Partner verhandeln seit Wochen über die Zukunft des Handyherstellers

Sony-Ericsson ist ein japanisch-schwedisches Gemeinschaftsunternehmen. Die Partner verhandeln seit Wochen über die Zukunft des Handyherstellers

Foto: Wong Maye-E/ AP

Helsinki/Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Sony  will sich Kreisen zufolge die Handy-Marke Sony Ericsson ganz einverleiben. Sony verhandele mit seinem schwedischen Partner über eine Übernahme der Ericsson-Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen, sagten eine mit der Strategie vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

In Tokio geriet die Sony-Aktie unter Druck: Gegen den Markttrend verbilligten sich die Papiere um rund 3,6 Prozent. Zuvor hatte bereits das "Wall Street Journal" über Gespräche berichtet. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme dazu ab. Sony rivalisiert auf dem Wachstumsmarkt für Mobilgeräte mit Apple  und Samsung .

Dabei macht den Japaner nicht zuletzt zu schaffen, dass sie ihre Produktpalette unter verschiedenen Namen anbieten: Während beispielsweise Tablet-Computer unter der Sony-Marke laufen, stehen die Smartphones mit dem Logo Sony Ericsson in den Regalen. Bei der Berliner Funkausstellung wurden die Sony-Ericsson-Handys im September in der Sony-Halle zusammen mit Fernsehern und neuen Tablet-Computern des japanischen Konzerns präsentiert.

Sony und Ericsson verhandeln bereits seit Wochen über die Zukunft ihres Gemeinschaftsunternehmens, wie zwei Branchenkenner Reuters sagten. Noch in diesem Monat müssten sie entscheiden, ob sie ihre seit zehn Jahren bestehende Allianz fortsetzten wollen.

Beide halten je die Hälfte an dem Joint Venture. Ein Deal könnte sich Analysten zufolge auf über 1,3 Milliarden Dollar belaufen. Entscheidend sei, welche Vereinbarung über die weitere Nutzung der Ericsson-Mobilfunkpatente getroffen werde.

Ein Ericsson-Sprecher sagte, die Schweden hätten langfristige Vereinbarungen für ihre Gemeinschaftsunternehmen. Sony erklärte, die Gespräche seien nicht vom Unternehmen selbst kommuniziert worden. Eine Stellungnahme gebe es dazu nicht.

rei/reuters
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