Betrugsvorwürfe Deutsche Telekom im Visier der Justiz

Seit Jahren klagen Konkurrenten der Deutschen Telekom wegen angeblich falscher Kostenabrechnungen bei der Telefonauskunft. Nun hat sich auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug.
Deutsche Telekom: Im Rechtsstreit mit Telegate-Gründern Harisch und Wünsch

Deutsche Telekom: Im Rechtsstreit mit Telegate-Gründern Harisch und Wünsch

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP

Düsseldorf - Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Deutsche Telekom wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrugs. "Wir befinden uns in einer Detailprüfung", sagte Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel dem "Handelsblatt".

Hintergrund ist eine Strafanzeige von Klaus Harisch und Peter Wünsch, den Gründern des Telekom-Konkurrenten Telegate. Sie geben an, durch falsche Kostenabrechnungen der Telekom  einen Millionenschaden erlitten zu haben. Parallel läuft eine Schadensersatzklage über rund 900 Millionen Euro.

Ein Telekom-Sprecher bestritt die Vorwürfe. "Die Deutsche Telekom hält die erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe in vollem Umfang für unbegründet und wird in Kürze gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ausführlich schriftlich Stellung nehmen."

In dem seit Jahren laufenden Rechtsstreit geht es vor allem um die wahren Kosten für die Telefonauskunft. Telegate und weitere Telekom-Konkurrenten geben an, von dem Konzern mit überzogenen Forderungen für die Datei mit allen Namen und Nummern der Deutschen betrogen worden zu sein.

mg/dpa-afx
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