Mittwoch, 26. Februar 2020

Surfen während der Arbeitszeit Unternehmen sperren Facebook

"Nein, ich bin nicht bei Facebook": Dieser Satz ist in vielen Firmen inzwischen überflüssig

Immer mehr Unternehmen sperren für ihre Mitarbeiter den Zugang zu sozialen Netzwerken. Sie sehen Facebook, Google+ und Twitter nicht als Werkzeug. Statt zu chatten, sollen die Angestellten ihren Job machen. Aber auch die Sicherheit spielt eine Rolle.

Hamburg - Die Grenzen zwischen beruflicher und privater Nutzung des Internets sind fließend. Das gilt auch für soziale Netzwerke: Sie werden vielfach sowohl für berufliche Informationen als auch für die private Kommunikation genutzt. Facebook ist nicht nur ein Ort des privaten Informationsaustausches zwischen Freunden. Auch viele Manager sind registriert und tauschen sich miteinander aus.

Doch als Tool der beruflichen Kommunikation und Information sehen die meisten Unternehmen soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter nicht. Laut einer neuen weltweiten Untersuchung von Kaspersky sperren 72 Prozent aller Unternehmen soziale Netzwerkseiten. Mitarbeiter können sie aus dem Firmennetzwerk nicht erreichen.

Besonders streng gehen italienische und spanische Unternehmen vor: In Italien sperren 77 Prozent aller Firmen soziale Netzwerke. In Spanien sind es 76 Prozent. Vergleichsweise tolerant zeigen sich deutsche Arbeitgeber. Laut Kaspersky ziehen hierzulande lediglich 63 Prozent der Firmen die Internetbremse an.

Aber nicht nur die Sorge um vertrödelte Arbeitszeit bringt die Firmen dazu, die Sperre für soziale Netzwerke zu verhängen. Auch die Sicherheit spielt eine große Rolle. Hacker versuchen gerade über soziale Netzwerke gezielt Schadsoftware auf die Rechner der Nutzer aufzuspielen. Soziale Netzwerke zu sperren ist also auch ein gewisser Schutz vor Computermanipulationen.

ms/sid

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