Montag, 16. September 2019

Aus für zehn Dienste Großreinemachen bei Google

Schon wieder vorbei: Der Internetkonzern stellt unter anderem Google Desktop und Google Notebook ein

Suchmaschine, Android, Chrome und Google+: Das sind die Dienste, auf die sich der Internetkonzern in der nächsten Zeit konzentrieren will. Allen anderen Diensten - auch teuren Zukäufen - droht das Aus. So wie den zehn Diensten, denen Google am Wochenende den Saft abdrehte.

New York - Viele Funktionen seien bereits in anderen Google-Angeboten enthalten, die Entwickler würden auf Produkte mit mehr Durchschlagskraft umverteilt, schrieb Google-Manager Alan Eustace in einem Blogeintrag.

Unter den Opfern des schon von Konzernchef Larry Page angekündigten "Herbst-Frühjahrsputzes" sind Google Desktop zur Suche nach Dateien auf dem eigenen Computer und das Google Notebook, in dem man Internetlinks oder Notizen aufheben konnte. Auch das Projekt Sidewiki ist betroffen, bei dem Nutzer Notizen zu Webinhalten miteinander teilen konnten.

Erneut demonstriert Google Börsen-Chart zeigen die Bereitschaft, auch teuren Zukäufen den Saft abzudrehen: Nach dem App-Entwickler Slide ist jetzt die "soziale Suchmaschine" Aardvark dran. Für Slide soll Google laut Medienberichten vor einem Jahr mindestens 180 Millionen Dollar bezahlt haben, für Aardvark rund 50 Millionen.

Ende Juni hatte Google schon das Ende einstiger Prestigeprojekte wie die intelligenten Stromzähler und den Gesundheitsdatendienst angekündigt. Mitgründer Page hatte zu seiner Rückkehr an die Konzernspitze im April angekündigt, die breite Palette der Google-Angebote werde gestrafft. Seine Prioritäten sind neben dem Kerngeschäft mit der Internetsuche die mobile Plattform Android, das neue webbasierte Betriebssystem Chrome und das eigene Onlinenetzwerk Google+, das dem heute dominierenden Rivalen Facebook Paroli bieten soll.

mg/dpa-afx

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