Aufschwunggewinner Gute Konjunktur treibt Bechtles Gewinn

Der IT-Dienstleister Bechtle hat im zweiten Quartal wegen gestiegener Investitionsfreude seiner Kunden deutlich mehr verdient als im Vorjahr und setzt sich für das Gesamtjahr nun ein Umsatzziel von zwei Milliarden Euro. An der Börse steigt der Aktienkurs von Bechtle deutlich.
Bechtle-Konzernzentrale: Bessere Geschäfte als im vergangenen Jahr

Bechtle-Konzernzentrale: Bessere Geschäfte als im vergangenen Jahr

Neckarsulm - Bechtle will mit dem Rückenwind guter Quartalsergebnisse in diesem Jahr die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro knacken. Nach den 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr will das im TecDax  notierte Unternehmen damit nochmals kräftig zulegen. Am Mittwoch konnten die Schwaben bereits über ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus im zweiten Quartal berichten. An der Börse kamen die endgültigen Zahlen im überwiegend freundlichen Marktumfeld gut an: Der Aktienkurs von Bechtle  stieg um zeitweise knapp 9 Prozent. Am frühen Nachmittag lagen die Papiere noch mit 4,20 Prozent bei 27,14 Euro im Plus.

Bei den Baden-Württembergern wuchsen beide Geschäftsfelder nahezu gleich stark. Sowohl die Beratungssparte als auch das Handelsgeschäft legten im zweiten Vierteljahr um über ein Fünftel im Jahresvergleich zu. Dank eines günstigen konjunkturellen Umfelds und einer anhaltend guten Nachfrage habe das Unternehmen die Dynamik aus den Vorquartalen mitnehmen können, hieß es im Quartalsbericht. Dabei wuchs das Unternehmen im Ausland mit rund 30 Prozent stärker als in Deutschland (18 Prozent). Insbesondere die Systemhäuser mit dem Beratungsgeschäft legten im Ausland zu. Im Inland trugen Übernahmen zum Wachstum bei.

Für den weiteren Geschäftsverlauf rechnet der Vorstand nach wie vor mit einer positiven Entwicklung. "Der unverändert gute Auftragseingang zu Beginn des dritten Quartals stimmt mich zuversichtlich, dass Bechtle erneut einen Umsatz- und Ergebnisrekord erzielen wird", sagte Vorstandschef Thomas Olemotz. Zwar rechnet der Vorstand mit einer leicht nachlassenden Dynamik. Zusätzlich zum Umsatz sollen sich aber auch die Ergebnisse "deutlich" verbessern. Das Unternehmen will sich auch stärker um öffentliche Aufträge europäischer Behörden bemühen und dazu in Brüssel eine Gesellschaft gründen. Zudem wollen die Baden-Württemberger mit dem Handelsgeschäft nach Ungarn expandieren.

Der IT-Dienstleister hatte im zweiten Quartal wegen gestiegener Investitionsfreude seiner Kunden deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Überschuss wuchs um 74 Prozent auf 14,5 Millionen Euro, die Umsätze legten nach 375 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 457 Millionen Euro zu. Auch beim Vorsteuerergebnis gab es einen kräftigen Zuschlag von 81 Prozent auf 19,9 Millionen Euro. Die Gewinnspanne beim Vorsteuerergebnis kletterte von 2,9 auf 4,4 Prozent

kst/dpa-afx/rtr
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