Dienstag, 2. Juni 2020

Acht Milliarden Dollar Twitter wird teurer und teurer

Twitter-Homepage: Zwei Investorengruppen steigen ein

Die Hoffnung auf hohe Renditen hat Twitter erneut eine kräftige Kapitalspritze beschert. Finanzinvestoren sind mit 10 Prozent bei dem Kurznachrichtendienst eingestiegen. Medienberichten zufolge zahlten sie dafür rund 800 Millionen Euro.

San Francisco - Es sei "eine bedeutsame Finanzierungsrunde" abgeschlossen worden, angeführt von der russischen Investmentfirma Digital Sky Technologies (DST Global), teilte Twitter mit. Medienberichten zufolge soll Twitter 800 Millionen Dollar für 10 Prozent der Anteile erhalten haben.

Damit würde der Kapitalwert des kalifornischen Unternehmens auf acht Milliarden Dollar steigen. Im Dezember vergangenen Jahres war Twitter noch mit 3,7 Milliarden Dollar (2,58 Milliarden Euro) bewertet worden.

Einer der Käufer ist Medienberichten zufolge der Finanzinvestor DST Global, der auch schon an den Internetunternehmen Facebook, Groupon und Zynga beteiligt ist. DST Global erwirbt nach Informationen der britischen Tageszeitung "Financial Times" für 400 Millionen Dollar einen Anteil von 5 Prozent an Twitter. Weitere 400 Millionen würden von einer Investorengruppe bereitgestellt, zu der die US-Finanzfirmen T. Rowe Price Group und J.P. Morgan Chase gehören.

Twitter will in die internationale Expansion investieren

Die Hälfte der neuen Mittel sollen dem Zeitungsbericht zufolge verwendet werden, um Aktien von Mitarbeitern zurückzukaufen. Für die andere Hälfte sollen neue Anteilsscheine ausgegeben werden.

Twitter teilte mit, das Kapital werde genutzt, "um aggressiv Innovationen voranzutreiben, mehr großartige Beschäftigte einzustellen und in die internationale Expansion zu investieren". Im Firmenblog erklärte das Unternehmen, die Zahl der Mitarbeiter sei in den vergangenen zwölf Monaten von 250 auf mehr als 600 gestiegen. Täglich würden mehr als 200 Kurzmitteilungen (Tweets) verschickt, rund drei Mal so viel wie vor einem Jahr.

Bei Twitter können Nutzer 140 Zeichen lange Textnachrichten absetzen, die jedermann lesen kann. Twitter verdient mit Werbung im Umfeld der Kurznachrichten. Das Unternehmen gilt als Senkrechtstarter der Internetbranche.

mg/dpa

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