Mittwoch, 1. April 2020

Gesunkene Kosten Yahoo schrumpft sich gesund

Verblasster Glanz: Yahoo meldet fast ein Viertel weniger Umsatz

Der Internet-Pionier Yahoo kämpft weiterhin mit einem schrumpfenden Geschäft. Die Werbeumsätze gingen auch im zweiten Quartal dramatisch zurück, aber immerhin stieg der Gewinn dank sinkender Kosten. Die Kooperation mit Microsoft zahlt sich noch nicht aus.

Sunnyvale (Kalifornien) - Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 23 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar (840 Millionen Euro). Firmenchefin Carol Bartz machte dafür am Dienstag unter anderem ein schlechteres Abschneiden bei der sogenannten Display-Werbung verantwortlich - das sind grafische Anzeigen.

Eigentlich sind diese "Banner" das Steckenpferd von Yahoo Börsen-Chart zeigen, doch der große Rivale Google dringt immer weiter in diese einstige Yahoo-Domäne vor. Erst jüngst hatte Google den Spezialisten Admeld übernommen. Mit dem sozialen Netzwerk Facebook ist auch noch ein dritter mächtiger Gegenspieler auf der Bildfläche aufgetaucht.

Immerhin konnte Yahoo die Kosten senken - und so verbesserte sich der Gewinn um 11 Prozent auf unterm Strich 237 Millionen Dollar. Bartz hat Hunderte Stellen gestrichen und war eine Kooperation mit Microsoft Börsen-Chart zeigen eingegangen. Yahoo verwendet jetzt Microsofts Suchmaschine Bing, muss dafür aber im Gegenzug einen Teil der Einnahmen aus Anzeigen an den Softwarekonzern abgeben.

"Wir machen klare Fortschritte bei der Internet-Suche", sagte Bartz. Den Anlegern gingen die Bemühungen aber nicht weit genug. Sie hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet und monierten zudem einen ihrer Meinung nach zu schwachen Ausblick. Nachbörslich lag die Aktie 2 Prozent im Minus.

Yahoo-Finanzchef Tim Morse sagte der Nachrichtenagentur Reuters, einige Probleme bei der Zusammenarbeit mit Microsoft im Bereich Internet-Suche seien behoben worden. Im vorherigen Quartal hatte Yahoo erklärt, wegen technischer Schwierigkeiten auf diesem Gebiet habe sich die Kooperation mit dem Software-Riesen nicht so schnell ausgezahlt wie erwartet. Der Internetpionier Yahoo ist immer noch eine der beliebtesten Adressen im Netz. Allerdings gibt es mit dem sozialen Netzwerk Facebook und dem Suchmaschinen-Marktführer Google Börsen-Chart zeigen mächtige Konkurrenten.

ak/dpa-afx/rtr

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