Montag, 19. August 2019

Salesforce-Deutschland-Chef "Das Angebot an SAP steht"

Mein Auto, mein Feund: Marc Benioff, CEO des Softwareunternehmens Salesforce.com, präsentiert den jüngsten Deal der Amerikaner - ein soziales Netzwerk für Toyota-Fahrer

Alles ins Netz, alles in die Wolke: Joachim Schreiner, Deutschland-Chef des Softwareunternehmens Salesforce.com, spricht über Cloud-Computing für Firmen, die Probleme von Microsoft und SAP und das Auto als "Freund".

mm: Herr Schreiner, erklären Sie das Geschäftsmodell von Salesforce.com in drei Sätzen.

Schreiner: Wir haben uns einfach die Frage gestellt, warum Sie keine Voraussetzungen brauchen, um Ebay, Amazon und Facebook zu nutzen, während in Unternehmen für vergleichbar komplexe Prozesse Millionen in Ausbildung und Trainings investiert werden müssen. Unser Geschäftsmodell ist es daher, Businessanwendungen so zu vereinfachen, dass Nutzer sie ohne entsprechende Voraussetzungen nutzen können. Außerdem helfen wir dabei, die Geschäftsprozesse von Unternehmen so zu transformieren, dass sie dort hinkommen, wo sie heute schon stattfinden - ins Internet.

mm: Sie setzen komplett auf das Netz.

Schreiner: Ich glaube nicht, dass es heute noch einen anderen Weg gibt. Was machen Sie, wenn Sie heute ein Hotel buchen wollen? Sie gehen online, suchen nach Bewertungen und buchen im Internet. Auch die Kunden unserer Kunden sind fast nur noch online. Mobilität, Offenheit und soziale Netzwerke sind die Themen, die heute wichtig sind.

mm: Die großen Softwarekonzerne drängen in den Markt. Microsoft Börsen-Chart zeigen wirbt in Anzeigen und mit Kampfpreisen für das eigene Cloud-Angebot. Wie wirkt sich das auf den Wettbewerb aus?

Schreiner: Im Moment merken wir nur, dass unser Geschäft besser läuft. Denn erstens verifizieren SAP Börsen-Chart zeigen, Microsoft Börsen-Chart zeigen und Co. mit dem Markteintritt unser Modell. Die meisten unserer Wettbewerber haben bislang nur Pläne, etwas zu liefern. Microsoft zahlt in einigen Ländern jedem neuen Nutzer 250 Dollar - würden Sie etwas verschenken, das einen Wert hat?

mm: Der reichste Mann der Geschichte, John D. Rockefeller, hat es so gemacht. Er hat Öllampen verschenkt.

Schreiner: Ja, weil er das Petroleum hatte. Klar, auch das ist ein Geschäftsmodell. Ich glaube aber auch, dass Microsoft einen schweren kulturellen Stand hat. Es sind bei Microsoft ja nicht nur die Mitarbeiter, die gehebelt und in eine andere Richtung geschoben werden müssen. Es ist die gesamte Partnerlandschaft. Ein Modell aufzumachen, bei dem jeder der rund 30.000 deutschen Microsoft-Partner in einer Cloud-Umgebung auch Überlebensrechte hat, so wie er sie heute hat, das wird nicht klappen. Nicht jeder kann seine eigene kleine Cloud haben, die er für seine Kunden betreibt.

mm: SAP wirbt seit Sommer 2010 mit Business-by-Design um Mittelständler.

Schreiner: Dabei handelt es sich letztlich um ein ERP-Cloud-Angebot von SAP Börsen-Chart zeigen . Wenn Sie als Kunde wachsen und eine bestimmte Nutzerzahl überschreiten wollen, dann müssen Sie in das nächste Modul wechseln. Dann haben Sie jedes Mal die Integrationskosten, jedes Mal die Neueinführung eines Systems. Gerade SAP Börsen-Chart zeigen schwächelt meiner Ansicht nach derzeit bei der Strategie. Da gibt es kein Konzept.

mm: Und Sie können beliebig skalieren?

Schreiner: Unser kleinster Kunde hat einen Nutzer, unser größter Kunde hat um die 180.000 Nutzer.

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