Weltmarktführer unter Druck Nokia zieht sich aus Japan zurück

Weltmarktführer Nokia taumelt weiter abwärts. Nach der Gewinnwarnung im Mai muss der finnische Handykonzern nun seine Läden in Japan schließen. Auch hier machen Nokia iPhone und Co. zu schaffen.
Nokia Handy N9: Die Handys der Finnen überzeugen die Kunden nicht

Nokia Handy N9: Die Handys der Finnen überzeugen die Kunden nicht

Foto: LEHTIKUVA/ REUTERS

Tokio - Der finnische Handyhersteller Nokia schließt Ende Juli den letzten seiner ehemals vier Läden in Japan und zieht sich damit aus diesem Markt weiter zurück. In den Läden waren Highend-Geräte der Marke Vertu verkauft worden, die bis zu 20 Millionen Yen (rund 170.000 Euro) kosteten. Vertu erklärte nur, man wolle sich stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Nokia-Geräte waren in Japan nie sonderlich populär, mit der wachsenden Popularität der Smartphones ist der finnische Konzern weiter unter Druck geraten. Neben den iPhones von Apple  sind in Japan besonders Geräte von einheimischen Elektronikherstellern wie Sharp  gefragt.

Nokia  war seit 1968 der weltgrößte Hersteller von Mobilfunkgeräten. Im ersten Quartal dieses Jahres wurde Nokia aber vom Umsatz her von Apple überholt. Zudem sinkt der Marktanteil auch bei den verkauften Stückzahlen stetig. Im ersten Quartal lag er bei 29 Prozent, dem niedrigsten Anteil seit Ende der 90er-Jahre.

Im vergangenen Monat warnte Nokia, Umsatz und Margen würden geringer ausfallen als erwartet. Besondere Schwierigkeiten hat der Konzern bei den Smartphones, wo andere Hersteller deutlich populärere Geräte haben.

mg/dapd

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