Nach Datenklau Sony-Chef meidet Datenschutz-Garantie

Nach dem Datendiebstahl im Sony-Spiele-Netzwerk überrascht Sony-Chef Howard Stringer mit einem erstaunlichen Eingeständnis: Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen wisse er nicht, ob das Netzwerk je hundertprozentig sicher sein könne.
Schlechte neue Welt: Sony-Chef Howard Stringer will keine hundertprozentige Garantie für den Schutz persönlicher Daten abgeben

Schlechte neue Welt: Sony-Chef Howard Stringer will keine hundertprozentige Garantie für den Schutz persönlicher Daten abgeben

Foto: DANISH ISMAIL/ REUTERS

In der "schlechten neuen Welt" der Internetkriminalität könne er die Sicherheit nicht mehr garantieren, sagte Stringer am Dienstag der Nachrichtenagentur Dow Jones. Sony hat inzwischen mit der Wiederherstellung des Netzwerkes begonnen, die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt. Der Schutz persönlicher Daten sei aber ein "endloser Prozess" und er wisse nicht, ob jemand "hundertprozentig sicher" sein könne, sagte Stringer.

Sony  hatte am 26. April bekanntgegeben, dass Hacker das Online-Netzwerk der Spielkonsole Playstation und des Musik- und Filmdienstes Qriocity geknackt und sensible Daten gestohlen hätten. Später gab der Konzern bekannt, dass auch Daten aus seinem Onlinespiele-Netzwerk Sony Online Entertainment (SOE) gestohlen wurden. Die Zahl der Betroffenen gab Sony mit insgesamt rund 100 Millionen Kunden an. Die Cyber-Angriffe ereigneten sich bereits zwischen dem 16. und 19. April. Die verspätete Reaktion des Unternehmens stieß weltweit auf Kritik.

wed/afp
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