Sicherheitslücke Datenleck bei Facebook

Der spektakuläre Datenklau bei Sony liegt erst wenige Wochen zurück. Jetzt ist eine Sicherheitslücke auch beim sozialen Netzwerk Facebook bekannt geworden. Von den 500 Millionen Nutzern seien aber keine Daten missbraucht worden, beteuert Facebook.
Leck entdeckt: Die Sicherheitslücke sei beseitigt worden, teilt Facebook mit

Leck entdeckt: Die Sicherheitslücke sei beseitigt worden, teilt Facebook mit

Foto: Jens Büttner/ dpa

Bangalore - Eine Sicherheitslücke hat Experten zufolge beim sozialen Netzwerk Facebook den Missbrauch von Daten möglich gemacht. Offenbar hätten persönliche Daten wie Fotos und Chatverläufe von Facebook-Nutzern über Jahre hinweg unbefugten Dritten offen gestanden, hieß es in einem Unternehmensblog der US-Sicherheitsfirma Symantec. Es sei auch möglich, dass Unbefugte im Namen von angemeldeten Nutzern E-Mails verschickt hätten.

"Im Laufe der Jahre dürften Hunderttausende Anwendungen unbeabsichtigt Zugangsmöglichkeiten für Dritte eröffnet haben", schreibt Symantec. Das weltgrößte soziale Netzwerk sei über die Sicherheitslücke informiert worden, habe das Leck bestätigt und damit begonnen, es zu stopfen. Die US-Softwarefirma entdeckte die Lücke demnach im April.

Facebook erklärte, in einer firmeninternen Untersuchung sei kein Datenmissbrauch festgestellt worden. Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass private Informationen von unbefugten Dritten genutzt worden seien. Zudem gebe es für Werbekunden vertragliche Vorgaben, die den Gebrauch solcher Daten verböten, sagte Facebook-Sprecherin Malorie Lucich. Zugleich erklärte Lucich, die im Symantec-Bericht genannten Programmierschnittstellen API seien entfert worden.

Mark Zuckerberg gründete Facebook im Jahr 2004. Heute hat das Netzwerk mehr als 500 Millionen Nutzer und liefert sich mit Google  und Yahoo  einen harten Wettkampf um Nutzer und Werbekunden. Zuletzt ist der japanische Elektronikkonzern Sony wegen einer Datenpanne bei seiner beliebten Spielkonsole Playstation massiv unter Druck geraten. Bei dem Hackerangriff waren die Daten von mindestens 75 Millionen Nutzern gestohlen worden - neben Passwörtern und Adressen sollen den kriminellen Internetpiraten auch Kreditkartendaten der Kunden in die Hände gefallen sein.

rei/reuters
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