Berater Accenture schafft 64.000 Jobs in einem Jahr

Immer mehr Firmen lagern Arbeitsplätze oder gleich ganze Geschäftsbereiche aus. Der weltgrößte IT-Beratungskonzern Accenture profitiert davon. Das US-Unternehmen will 64.000 Jobs im laufenden Jahr schaffen. Ein Großteil der Stellen entsteht in Indien.
Profiteur der Globalisierung: Nicht nur Softwarespezialisten arbeiten für den US-Konzern Accenture. Auch Ärzte stehen im Dienst der US-Beraterfirma

Profiteur der Globalisierung: Nicht nur Softwarespezialisten arbeiten für den US-Konzern Accenture. Auch Ärzte stehen im Dienst der US-Beraterfirma

Foto: LOIC VENANCE/ AFP

Berlin - Die weltweit größte IT-Beratungsfirma Accenture will in diesem Jahr 64.000 neue Mitarbeiter einstellen. Die meisten der neuen Jobs würden in den Schwellenländern wie Indien entstehen, "aber auch in reiferen Märkten", sagte Accenture-Chef Pierre Nanterme im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Auch in Deutschland sind seinen Angaben zufolge seit September vergangenen Jahres 1000 neue Stellen entstanden, gut 5000 Berater sind für Accenture im deutschsprachigen Raum tätig.

Die in den USA börsennotierte Beratungsfirma profitiert von der wachsenden Globalisierung und dem Trend zum Auslagern ganzer Geschäftsbereiche. Bislang, so Nanterme, "haben wir darüber nur geredet, nun aber passieren die Dinge." Die Verlagerung geschehe jetzt mit hoher Geschwindigkeit und in großem Ausmaß. "Wir erleben eine massive Bewegung der Weltwirtschaft von West nach Ost und von Nord nach Süd."

Accenture beschäftigt weltweit 215.000 Menschen, 60.000 davon allein auf dem indischen Subkontinent. Der Konzern erwirtschaftet rund 22 Milliarden Dollar Umsatz und gilt als Spezialist für die Integration der Software des deutschen Herstellers SAP. 60.000

Darüber hinaus bietet Accenture beispielsweise Dienstleistung für Pharmaunternehmen an. Accenture ist 2001 aus der Beratungsfirma Anderson Consulting entstanden.

rei/reuters
Mehr lesen über