T-Mobile USA verkauft Good job!

Hoher Erlös und viele Probleme erledigt: Telekom-Chef René Obermann hat mit dem Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA an AT&T mehr rausgeschlagen, als ihm Analysten zugetraut haben. Um den Kurs der T-Aktie aber dauerhaft nach oben zu treiben, muss Obermann noch mehr erreichen.
Von Astrid Maier
Haben gut Lachen: Telekom-Chef René Obermann und sein Finanzchef Timotheus Höttges haben für T-Mobile USA einen guten Preis erzielt

Haben gut Lachen: Telekom-Chef René Obermann und sein Finanzchef Timotheus Höttges haben für T-Mobile USA einen guten Preis erzielt

Foto: DPA

Good job! Selbst die optimistischsten Analysten haben T-Mobile USA nicht annähernd auf 39 Milliarden Dollar geschätzt, so viel haben aber nun Telekom-Chef René Obermann und sein CFO Timotheus Höttges beim Rivalen AT&T rausgeschlagen. Bei dem Preis konnte die Telekom-Mannschaft gar nicht nein sagen. Obermann und Höttges sind zudem ihr größtes Problem auf einen Schlag los: Die Aufholjagd zu den Branchengiganten AT&T und Verizon konnte die kleine T-Mobile USA nur verlieren.

Nun will Obermann sich stärker auf den Ausbau der schnellen Netze in Europa und die Entwicklung moderner Internetprodukte konzentrieren. Sein Problem dabei: Das wollen seine Konkurrenten auch. Nur haben die sich zusätzlich ein Geschäft in den schnell wachsenden Schwellenländern aufgebaut, France Telecom  etwa in Nordafrika, Telefonica  in Lateinamerika. Obermanns Geschäft in Osteuropa kann hier nicht mithalten.

Das bedeutet, die Telekom muss bei der Entwicklung neuer Produkte doppelt so pfiffig sein wie der Rest. Bisher ist das dem Bonner Konzern nicht gelungen. Nur wenn Obermann auch hier die Wende schafft, wird die Telekom ihr ewiges Problem los, sodass die Analysten auch beim Magenta-Konzern langfristig Phantasie entwickeln.

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