Spektakulärer Börsenplan 25 Milliarden Dollar für Groupon

Es wäre der größte Börsengang des Internetgeschäfts seit Jahren: Das US-Schnäppchenportal Groupon wagt sich nach Medienberichten womöglich noch in diesem Jahr auf das Börsenparkett - und könnte dabei mit bis zu 25 Milliarden Dollar bewertet werden.
Rabattnetzwerk Gropon: Erstnotiz an der Börse womöglich noch im laufenden Jahr

Rabattnetzwerk Gropon: Erstnotiz an der Börse womöglich noch im laufenden Jahr

Hamburg - Wenigstens 15 Milliarden, vielleicht sogar 25 Milliarden Dollar - das US-Schnäppchenportal Groupon könnte einem Medienbericht zufolge noch in diesem Jahr zu einem wahren Internetriesen werden, denn das Unternehmen strebt offenbar an die Börse. Die Schätzung für den Erlös des möglichen Börsengangs liege wahrscheinlich bei 15 Milliarden Dollar, hat die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf zwei Personen berichtet, die mit Gesprächen des Managements mit Banken vertraut seien; das manager magazin berichtet in seiner neuen Ausgabe über eine Art neuen Goldrausch in der Internetbranche.

Auch andere Branchengrößen wie der Kurznachrichtendienst Twitter, der Online-Spieleanbieter Zynga und allen voran Facebook werden von Investoren mit vielen Milliarden Dollar bewertet. Das gesellschaftliche Netzwerk Facebook beispielsweise wird mittlerweile mit einem Wert von bis zu 65 Milliarden Dollar gehandelt.

Zur Groupon-Erstnotierung werde es womöglich noch in diesem Jahr kommen. Groupon-Chef Andrew Mason hatte im Januar in einem Reuters-Interview bestätigt, einen Börsengang ins Auge zu fassen. Gespräche mit Bankern seien dazu bereits gelaufen, eine Entscheidung aber noch nicht getroffen.

Das Unternehmen hatte 2010 Medienberichten zufolge eine Übernahmeofferte des Internet-Giganten Google über sechs Milliarden Dollar ausgeschlagen. Groupon zählt mittlerweile 50 Millionen Nutzer und bietet weltweit in 500 Städten in 40 Ländern Rabattgutscheine für Waren und Dienstleistungen aller Art an. Für den Service erhält das Unternehmen Mason zufolge eine Provision zwischen 30 und 50 Prozent.

kst/rtr
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