Freitag, 6. Dezember 2019

Spitzelaffäre Telekom einigt sich mit Ricke und Zumwinkel

Klaus Zumwinkel: Der frühere Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom hat sich ebenso wie Ex-Konzernchef Kai-uwe Ricke mit dem Unternehmen auf einen Vergleich geeinigt

Nach Ende des Spitzelprozesses hat sich die Deutsche Telekom mit Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und dem ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel geeinigt. Beide hätten sich bereiterklärt, im Wege eines Vergleichs einen beträchtlichen Teil des Schaden auszugleichen.

Bonn - Details nannte das Unternehmen nicht. Der erzielte Vergleich stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung.

Unter der Leitung der beiden Topmanager hatte die Telekom illegal Gewerkschafter, Betriebsräte und Journalisten bespitzelt. Ziel war es, eine undichte Stelle im Aufsichtsrat aufzudecken, über die Interna an die Öffentlichkeit gelangt waren. Ein Mitarbeiter der Konzernsicherheit wurde Ende November vergangenen Jahres verurteilt.

Zuvor waren die Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel mangels Tatverdachts eingestellt worden. Die Telekom hatte die Manager aufgefordert, einen Schadensersatz von rund einer Million Euro zu leisten. Nach wie vor hielten sie aber an ihrem Standpunkt fest, keinerlei Pflichten verletzt zu haben.

Die Aktionäre der Telekom sollen in der Einladung zur Hauptversammlung über Einzelheiten des Vergleichs informiert werden. Vorstand und Aufsichtsrat begrüßten, dass nun auf dem Aktionärstreffen am 12. Mai 2011 ein weiterer Schritt zur Abarbeitung der Vorgänge getan werden könne, hieß es weiter.

la/dpa-afx

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