App Store Apple verbucht zehn Milliarden Downloads

Der iPhone-Hersteller Apple setzt seinen Siegeszug auf dem Markt für Handyprogramme ungebrochen fort. Am Wochenende erreichte der App Store die Marke von zehn Milliarden Downloads. Die Wettbewerber sind weit abgeschlagen.
iPhone mit Apps: Apple verdient sehr gut an den Downloads

iPhone mit Apps: Apple verdient sehr gut an den Downloads

Foto: DON EMMERT/ AFP

Cupertino/Berlin - Nächster Meilenstein für Apple : Für die iPhones, iPods und iPads wurden zehn Milliarden Programme heruntergeladen. App Nummer 10.000.000.000 holte sich nach Angaben des Technologiekonzerns vom Wochenende eine Britin.

Der Konzern hatte seinen Appstore vor zweieinhalb Jahren gestartet. Das Tempo steigt: Sieben der zehn Milliarden seien im vergangenen Jahr heruntergeladen worden, betonte Apple-Manager Phil Shiller. Derzeit versucht der Konzern, den Erfolg des App Store für seine mobilen iOS-Geräte auch auf die Mac-Computer zu übertragen, für die vor Kurzem eine ähnliche Plattform gestartet wurde.

Am dichtesten auf den Fersen ist dem Apple-Angebot das Portal GetJar, das im Juni 2010 die Marke von einer Milliarde Downloads vermeldete. Um die Gunst der Handynutzer buhlen auch der Android Market von Google und der Ovi Store von Nokia.

Mitte 2008 hatte Apple den App Store an den Start gebracht und kurbelte damit den Verkauf von Smartphones kräftig an. Zuletzt hatte ein sehr erfolgreiches Weihnachtsgeschäft mit iPhone und iPad Apple ein Rekordgewinn von sechs Milliarden Dollar im Quartal beschert.

Das zehnmilliardste heruntergeladene Programm war übrigens das Spiel "Paper Glider", bei dem ein kleiner Papierflieger möglichst weit kommen muss. Im Appstore können Nutzer mehr als 300.000 Anwendungen für das iPhone und mehr als 40.000 Programme für den iPad herunterladen. Ein Großteil der angebotenen Programme ist kostenlos, die Entwickler finanzieren sie aber meist über Werbung oder kostenpflichtige Varianten mit zusätzlichen Funktionen. Der App Store lässt auch bei Apple die Kasse klingeln: 30 Prozent des Kaufpreises bleiben bei dem Konzern.

rei/dpa/reuters
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