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Bing Streetside Microsoft will nicht vorab verpixeln

Microsoft will beim Start seines Straßenpanoramendienstes Streetside die Verpixelung von Häusern nur nach Veröffentlichung erlauben. Google hatte bei seinem Konkurrenzdienst Street View Häuser bereits vorab auf Antrag unkenntlich gemacht.

München - Der US-Softwareriese Microsoft will deutschen Verbrauchern bei seinem Straßenfotodienst keinen Vorabwiderspruch ermöglichen. Microsoft werde bei Bing Streetside den Vorschlägen der Internetwirtschaft folgen, die derzeit einen Datenschutzkodex für sogenannte Geodatendienste ausarbeitet, teilte eine Sprecherin von Microsoft Deutschland mit. Vorgesehen sei somit "eine Widerspruchsmöglichkeit nach der Veröffentlichung".

Auch der oberste Datenschützer von Microsoft Deutschland, Severin Löffler, hatte den "VDI-Nachrichten" zuvor gesagt, sein Unternehmen wolle sich an die Regeln der geplanten Selbstverpflichtung zum Datenschutz halten. Diese sieht vor, dass Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter mit nur wenigen Klicks beantragen können, dass ihre Häuser in Straßenfotodiensten unkenntlich gemacht werden. Eine Möglichkeit zum Widerspruch schon vor dem Start von Geodatendiensten sieht der Kodex nicht vor.

Der Microsoft-Konkurrent Google  hatte deutschen Verbrauchern nach heftigen Protesten diese Möglichkeit für seinen Dienst Street View eingeräumt. Zudem können Haus- oder Wohnungseigentümer und Mieter auch nach dem Start noch über einen Link beantragen, dass ihr Haus aus der Ansicht gelöscht wird. Löffler sagte, Streetside solle bereits im kommenden Jahr starten. Mit der Erfassung der Straßenansichten habe sein Unternehmen aber noch nicht begonnen.

lis/afp
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