Umsatz stagniert Philips schafft Gewinnsprung

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im dritten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert. Beim Umsatz hakt es allerdings, hier wächst das Unternehmen kaum und Vorstandschef Gerard Kleisterlee bleibt mit Blick auf das laufende Quartal auch vorsichtig.
Fitness-Kontrolle: Das Gesundheits- und Lichtgeschäft des Philips-Konzern läuft gut

Fitness-Kontrolle: Das Gesundheits- und Lichtgeschäft des Philips-Konzern läuft gut

Foto: AFP

Amsterdam - Der niederländische Elektronikkonzern Philips  hat im dritten Quartal vor allem dank der Profitabilität seines Gesundheits- und Lichtgeschäfts ein kräftiges Gewinnplus erzielt. Das Umsatzwachstum indes schwächte sich wie vom Unternehmen angekündigt ab.

Zwischen Juli und Ende September sei der Erlös auf vergleichbarer Basis um 1 Prozent auf 6,16 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Unterm Strich blieben Philips 524 Millionen Euro, nach 176 Millionen Euro vor einem Jahr.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Firmenwerte (Ebita) verdoppelte sich nahezu von 344 Millionen Euro auf 648 Millionen Euro. Das Ebita wurde mit Kosten für den Konzernumbau und übernahmebedingte Aufwendungen von 40 Millionen Euro belastet, vor einem Jahr waren es noch 125 Millionen Euro.

Mit Blick auf die Umsatzentwicklung im laufenden Quartal blieb Vorstandschef Gerard Kleisterlee vorsichtig. Zwar werde das traditionell wichtige vierte Quartal immer noch stark werden. Insgesamt zeigte sich der Rivale von Siemens und General Electric aber zurückhaltend, was die weitere Umsatzentwicklung in diesem Jahr angeht.

Philips-Finanzchef Pierre-Jean Sivignon verwies dabei auf das ungewisse Wirtschaftsklima und das damit einhergehende fragile Verbrauchervertrauen. "Ich denke, das ist es, was unsere Zurückhaltung im Wesentlichen erklärt", sagte Sivignon. Bereits im Juli hatten die Niederländer angekündigt, das Umsatzwachstum werde sich in der zweiten Jahreshälfte verlangsamen. Als Grund nannten Philips die lahme Wirtschaft in Europa und den USA. GE hatte vergangene Woche Sorgen über die flaue Erholung verstärkt, als das Unternehmen einen überraschend starken Umsatzeinbruch berichtete.

Der deutsche Philips-Rivale Siemens  will seine Bilanz für die Zeit zwischen Juli und September und das Geschäftsjahr 2009/10 am 11. November vorlegen.

rei/dpa