Umsatzrückgang E-Plus will Datennetz ausbauen

E-Plus hat für das erste Quartal leicht rückläufige Umsatzzahlen vorgelegt. Um den Trend zu drehen, will Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter sein Datennetz künftig weiter aufrüsten und schneller machen. So will das Unternehmen seinen Absatzmarkt erweitern.

Düsseldorf - Der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber E-Plus will sein Datennetz weiter aufrüsten und beschleunigen. Damit wolle das Unternehmen in immer mehr Regionen seine Produkte anbieten, kündigte die Tochtergesellschaft der niederländischen KPN am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen an. Die Investitionen sollen dabei schwerpunktmäßig in das Datennetz fließen.

Das mobile Internet gilt in der Branche inzwischen als der Wachstumstreiber. E-Plus hatte diesen Bereich in den vergangenen Jahren bewusst vernachlässigt und sich mit seinen Zweitmarken (Simyo, BASE, Blau.de) als Billiganbieter positioniert.

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Angesichts der Härte des Preiskampfes und der angeordneten Absenkungen von Durchleitungsgebühren (Roaming), schwinden die Margen im klassischen Mobilfunkgeschäft. Die starke Nachfrage nach Datendiensten erfordert bei allen Anbietern langfristig einen Ausbau der Netzkapazitäten.

"Die Datennutzung wird ein Massenmarktphänomen", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks bei einer Telefonkonferenz. In Mainz bieten die Mobilfunkbetreiber derzeit um neue Funkfrequenzen. Zu der Auktion wollte sich Dirks nicht äußern.

Im ersten Quartal waren die Umsätze von E-Plus mit knapp 730 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht rückläufig. Stabil blieb das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mit 321 Millionen Euro. Ende März hatte E-Plus einen Kundenbestand von 19,3 Millionen.

manager magazin mit Material von dpa

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