Steuerliche Forschungsförderung Eckpunkte noch vor Ostern

Die schwarz-gelbe Koalition will forschende Unternehmen steuerlich entlasten. Nach Informationen von manager magazin soll eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen noch vor Ostern die Kernpunkte einer entsprechenden Reform festlegen.

Hamburg - Eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen will noch vor Ostern Eckpunkte für eine steuerliche Entlastung von Forschungsinvestitionen in der Industrie vorlegen. Das kündigte Albert Rupprecht (41), forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in der neuen Ausgabe des manager magazins an, die ab Freitag (19. März) im Handel erhältlich ist.

Nach den Vorstellungen von Rupprecht sollen Großkonzerne in Zukunft 5 Prozent ihrer Personalkosten im Forschungsbereich direkt von der Steuerschuld abziehen. Für kleine und mittlere Unternehmen soll der Satz 15 Prozent betragen.

Die FDP fordert eine großzügigere Behandlung von Großunternehmen: "10 Prozent für Großkonzerne und 15 Prozent für mittelständische Firmen wären ein fairer Weg", so Patrick Meinhardt (43), FDP-Obmann im Bundestags-Forschungsausschuss, gegenüber manager magazin.

In der Bundesregierung gibt es Überlegungen, die hierdurch erwarteten Steuerausfälle von etwa 1,5 Milliarden Euro jährlich zumindest teilweise mit den 12 Milliarden Euro zu verrechnen, die innerhalb der laufenden Legislaturperiode zusätzlich für Bildung und Forschung ausgegeben werden sollen. Dies berichtet das manager magazin unter Bezug auf Koalitionskreise.