Marketing Werber erwarten kleinere Budgets

Deutschlands Werbe- und Medienbranche sieht mit gemischten Gefühlen ins Jahr 2010. Ihre Einnahmen dürften weiter schrumpfen, der Wettbewerb härter werden. Hoffnung richten die Marketingleute auf sportliche Großereignisse.

München - Kaum ein Unternehmen erwartet im neuen Jahr höhere Investitionen in Marketing und Werbung, wie aus einer Umfrage des Kommunikations-Branchendienstes "Kontakter" (Montagausgabe) hervorgeht. Für wahrscheinlich hielten aber fast alle Befragten eine Verschärfung des Wettbewerbs um die knappen Budgets. Der Branchendienst befragte mehr als 40 Top-Manager der Medien- und Werbeszene.

"Die Budgets werden generell 2010 noch stark unter Druck sein", sagte Lothar Korn, Marketingchef des Autobauers Audi. "Wir sollten uns von vermeintlich positiven Daten nicht zu schnell blenden lassen. Das kommende Jahr bleibt schwierig", bestätigte Frank Behrendt, Chef des PR-Netzwerkes Pleon. Die Werbe-Euros würden 2010 "strategischer eingesetzt", sagte Peter Würtenberger, Vermarktungschef der Axel Springer AG , voraus.

In neue Geschäftsfelder investieren will Bernd Buchholz, Vorstandschef des Verlagskonzerns Gruner+Jahr ("Stern", "Geo"). "Wir sind vorsichtig optimistisch", sagte er dem Branchendienst. Es bestehe eine "reelle Chance" auf eine leichte Erholung der Werbeausgaben. Positive Impulse erwartet die Branche von den Olympischen Winterspielen und der Fußball-WM.

Die Werbebranche musste einer Prognose des Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) zufolge im vergangenen Jahr ein Minus von 8 Prozent bei den Nettoeinnahmen hinnehmen. Für 2010 sagte der Verband einen Rückgang um 3 Prozent voraus.

manager magazin mit Material von dpa-afx

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