Nachrichtengeschäft ddp kauft AP Deutschland

Lange wurde verhandelt, jetzt ist es offiziell: Der Deutsche Depeschendienst ddp kauft den deutschen Ableger der US-Nachrichtenagentur Associated Press. Gleichzeitig sichern sich die Deutschen für 15 Jahre den Zugriff auf internationale AP-Meldungen.

Berlin - Die Nachrichtenagentur ddp Deutscher Depeschendienst hat die deutsche Tochter der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) am Montag mit sofortiger Wirkung übernommen. Die Unternehmen vereinbarten überdies eine 15-jährige Partnerschaft, in deren Rahmen die jeweiligen Dienste ausgetauscht werden.

Der Deal werde die Medienlandschaft umwälzen, zitierte die "Süddeutsche Zeitung ddp-Miteigentümer Peter Löw. "Wir werden die beste Voll-Agentur in Deutschland sein." Die Strategie sei es ,"dpa verzichtbar zu machen".

Dem Blatt zufolge bezifferte ddp den Kaufpreis auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Laut Medienberichten müssen bis zu 15 Mitarbeiter gehen.

ddp erhält damit die Lizenz, internationale AP-Meldungen für den deutschsprachigen Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu übersetzen, wie es in einer Meldung von ddp vom Montagabend heißt. Die AP-Dienste werden weiterhin produziert und von ddp integriert. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Die Nachrichtenagentur ddp mit Hauptsitz in Berlin liefert Kunden aller Mediengattungen Nachrichten in Text und Bild aus Deutschland und bietet flächendeckend Landesdienste aus den Bundesländern an.

Das Angebot von AP Deutschland umfasst überregionale Nachrichten in Text und Bild aus dem Inland und deutschsprachige Auslandsnews überwiegend auf der Basis der internationalen Dienste von Associated Press. Sitz der bisherigen AP-Tochter ist Frankfurt am Main.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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