Massenjobwechsel Österreichische Postler bald Polizisten

Die österreichische Telefongesellschaft Telekom Austria und die Post des Landes wollen etwa eintausend Beamte auf die Polizei des Landes abwälzen. Beide Unternehmen haben sich mit Österreichs Regierung auf den Massenjobwechsel geeinigt, um Lohnkosten zu sparen. Ab 2014 soll sich die Jobrochade auszahlen - allerdings nicht für Österreichs Steuerzahler.

Wien - Die Telekom Austria und die Österreichische Post haben mit der österreichischen Regierung eine Vereinbarung über den Wechsel von Beamten beider Unternehmen in den Polizeidienst erzielt. Damit soll die Lohnliste der beiden Unternehmen kürzer werden. Künftig zahlt für die umgeschulten Polizisten dafür der österreichische Steuerzahler.

Wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten, können demnach bis zu eintausend Beamte der Telekom Austria und der Österreichischen Post in den nächsten Jahren freiwillig zum Bundesministerium für Inneres wechseln. Dort sollen die Beamten im Innendienst der Polizei eingesetzt werden.

Die nun getroffene Vereinbarung hängt mit dem früheren Status der beiden Konzerne als Staatsunternehmen zusammen. Telekom Austria wurde mehrheitlich im Jahr 2000 privatisiert, während die Österreichische Post einen Anteil von 49 Prozent im Jahr 2006 an Privatinvestoren abgab. Beide Unternehmen beschäftigen noch einen hohen Anteil von Beamten. Dies macht es für beiden Unternehmen schwierig, Personalanpassungen vorzunehmen. Laut Telekom Austria könnten bis zu 500 Beamten von dem Wiener Telekommunikationskonzern zur Polizei wechseln.

Beide Unternehmen würden erst ab dem Jahr 2014 finanzielle Entlastung spüren, hieß es. Bis dahin zahlten beide Unternehmen die Gehälter der Beamten weiter, die zur Polizei wechseln. Über die Höhe der möglichen Entlastungen machten die Unternehmen keine Angaben.

manager-magazin.de mit Material von ap und ddp

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