Nokia Infineon hilft beim Forschen

Der Halbleiterkonzern Infineon und der Handyhersteller Nokia werden gemeinsam Sende- und Empfangseinheiten für den neuen Mobilfunkstandard LTE entwickeln. Die Bayern und die Finnen wollen künftig eine Chip-Plattform anbieten, die sowohl in Nokia-Handys als auch in Geräten anderer Hersteller funktioniert.

München - Der Halbleiterkonzern Infineon  entwickelt gemeinsam mit dem finnischen Handyriesen Nokia  Chips für den neuen Mobilfunkstandard LTE. Die Partnerschaft soll das Zusammenspiel von Nokias Technologie und den Funkchips von Infineon sicherstellen, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Damit stößt Infineon in ein neues Produktsegment seines Bestandskunden Nokia vor, den die Bayern bereits mit Halbleitern für herkömmliche Handys beliefern.

Die vierte Mobilfunkgeneration LTE verspricht drahtlose Internetverbindungen, die mehr als 15 Mal schneller sind als mit modernen heutigen Handys. Die ersten entsprechenden Netze werden in Europa etwa ab dem Jahr 2011 erwartet. Nokia und Infineon wollen einer Sprecherin zufolge die Entwicklungsphase für die neuen Chips, auf denen im Grunde fast alle Kernfunktionen eines Handys enthalten sind, bis Ende 2011 abgeschlossen haben. Erste Chips könnte der Halbleiterhersteller, der auch Nokia-Konkurrenten wie Apple  und LG mit Komponenten versorgt, dann im Jahresverlauf 2012 liefern.

LTE (Long Term Evolution) gilt in der Branche als der aussichtsreichste Nachfolger für die bisher schnellsten UMTS-Standards. In Österreich will die Hongkonger Hutchison  bereits im Laufe des Jahres 2011 ein komplettes LTE-Netz installieren, die spanische Telefonica  testet die Technik demnächst in einem halben Dutzend Ländern in Europa und Lateinamerika.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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