Nortel Ericsson kauft GSM-Sparte

Die Zerschlagung von Nortel geht weiter: Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat den Zuschlag für die GSM-Sparte des insolventen kanadischen Unternehmens erhalten. Zudem kam auch eine österreichische Firma zum Zug.

Toronto/Stockholm - Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson  schlachtet den angeschlagenen kanadischen Konkurrenten Nortel Networks  weiter für sich aus. Ericsson habe sich zusammen mit dem österreichischen Telekomunternehmen Kapsch CarrierCom bei den Geboten für das GSM-Geschäft durchgesetzt, teilten Nortel und Ericsson am Mittwoch mit. Ericsson bezahlt 70 Millionen Dollar für das Mobilfunkgeschäft in den USA und Kanada, während die Österreicher für 33 Millionen Dollar das Geschäft in Europa und Taiwan erhalten.

Gerichte und Aufsichtsbehörden in den USA und Kanada müssen dem Verkauf noch zustimmen. Nortel hatte Anfang des Jahres Gläubigerschutz beantragt und versucht, sich nun unter richterlicher Aufsicht gesundzuschrumpfen.

Ericsson baut mit dem Kauf seine Position in den USA weiter aus, denn zu den Kunden von Nortel gehören wichtige Telekomanbieter wie AT&T und T-Mobile USA. Bereits im Juli hatte Ericsson sich die Geschäftsbereiche um die Mobilfunktechniken CDMA und LTE einverleibt und damit Verträge mit den Mobilfunkbetreibern Verizon Wireless  und Sprint Nextel  übernommen. Der angeschlagene Ericsson-Rivale Nokia Siemens Networks (NSN) scheiterte dagegen gleich zweimal bei Spartenkäufen von Nortel.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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